Söder verteidigt erweiterte Mütterrente: "Opferbereitschaft verdient Anerkennung"

Klaus-Dieter Pohl
Klaus-Dieter Pohl
2 Min.
Eine alte Zeitungsannonce für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.Klaus-Dieter Pohl

Söder verteidigt erweiterte Mütterrente: "Opferbereitschaft verdient Anerkennung"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die ausgeweitete Mütterrente III verteidigt, eine Rentenaufbesserung für Mütter, die vor 1992 Kinder großgezogen haben. Bei einer jüngeren Parteiveranstaltung kritisierte er Gegner der Reform und bezeichnete manche Aktivisten als "arrogant". Die Neuregelungen, die 2027 in Kraft treten sollen, sehen vor, bis zu drei Jahre Kindererziehungszeit pro Kind anzuerkennen – statt wie bisher 2,5 Jahre.

Die neuen Bestimmungen erhöhen die Rentenansprüche um 0,5 Entgeltpunkte pro Kind für Frauen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Kinder erzogen haben. Dazu gehören automatische Anpassungen für bestehende Renten sowie rückwirkende Zahlungen. Söder betonte die Opferbereitschaft von rund zehn Millionen Frauen, darunter viele in ländlichen Regionen Bayerns, die damals kaum Zugang zu Kinderbetreuung oder Berufschancen hatten.

Er beschrieb diese Mütter als Frauen, die oft auf Grundlegendes verzichteten, um ihre Enkelkinder zu unterstützen. Söder kritisierte das aktuelle System als ungerecht und verwies darauf, dass manche Neuankömmlinge in Deutschland Leistungen erhielten, ohne zuvor in die Sozialversicherung eingezahlt zu haben. Seine Äußerungen richteten sich auch gegen Kritiker mit hohen Renten, insbesondere aus dem Fernsehbereich, denen er vorwarf, die Entbehrungen älterer Generationen herunterzuspielen.

Ziel der Reform ist es, langjährige Ungleichheiten auszugleichen, indem die unbezahlte Care-Arbeit von Müttern in Jahrzehnten anerkannt wird, in denen Unterstützung kaum vorhanden war. Söder unterstrich, dass ihr Lebenswerk angemessene Würdigung verdiene – und nicht nur Altersarmut.

Die erweiterte Mütterrente III tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und gewährt berechtigten Müttern höhere Renten. Rückwirkende Zahlungen und automatische Anpassungen sorgen dafür, dass auch bereits Rentnerinnen profitieren. Die Maßnahme folgt auf jahrelange Debatten über eine faire Entschädigung für Frauen, die in früheren Jahrzehnten Kinder großzogen.

Neueste Nachrichten
Ein Blatt mit der Aufschrift "Neustädter Markt, die Wahl, Mr. Williams' Vorschlag für Mehrheit gegen Mehrheit."
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Hartmann bleibt Bürgermeister – doch die CSU übernimmt im Dachauer Stadtrat die Führung

Florian Hartmann bleibt im Amt, doch der Stadtrat ist nicht mehr sein sicherer Hafen. Mit der CSU als neuer dominanter Kraft und geschrumpften Mehrheiten beginnt eine Ära harter Kompromisse – und die Grünen stehen vor einer Bewährungsprobe.

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht und hockt auf einem Fußballfeld mit einem Ball vor ihnen, einem Torpfosten rechts daneben und einem Hintergrund aus Bäumen, Gebäuden, Pfählen, Fahrzeugen und dem Himmel. Die linke untere Ecke enthält eine Zahlenfolge von 1 bis 72.
Basketball 1 Min.

Basketball-WM-Quali 2026: Deutschland startet ohne Schlüsselspieler in die Herausforderung

Verletzungspech trifft die DBB-Auswahl: Ohne ihren Top-Werfer Andreas Obst muss das Team gegen Israel und Zypern beweisen, dass der Kader mehr als nur Bayern-Spieler kann. Wer übernimmt jetzt die Führung?

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Zuges, der eine steile Anhöhe hinauffährt, mit einem Pfahl auf der rechten Seite und Bäumen im Hintergrund und Text unten.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Garmisch 2022: Warum Konstruktionsfehler das Zugunglück verschlimmerten

Ein "Wackeln" vor der Entgleisung – doch die wahre Gefahr lag im Damm. Warum selbst Tempo 50 die Wagen nicht hätte retten können. Und wer jetzt in der Pflicht steht.

Eine Abbildung eines Atomkraftwerks mit einem Haus, Turm und Wasser im Hintergrund, begleitet von beschreibendem Text.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Söder wirbt für Mini-AKWs – doch die Debatte um Deutschlands Energiewende spaltet die Parteien

Mini-AKWs statt Windräder? Söders Vorstoß für Atomkraft-Zwerge entfacht einen Streit über Deutschlands Energie-Zukunft. Warum die Technologie noch niemand nutzt – und was die Gegner sagen.

Ein großes Stadion mit vielen Menschen davor, Fahrzeuge auf der Straße vorne, ein Zaun auf der linken Seite und Bäume mit einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.
Champions League 2 Min.

SpVgg Greuther Fürth und infra fürth gmbh besiegeln Partnerschaft bis 2030

Mehr als nur Sponsoring: Die Zusammenarbeit zwischen dem Fußballverein und dem Fürther Unternehmen schafft Infrastruktur, Nachwuchsförderung und kostenlose Mobilität für Fans. Ein Signal für die Region.

Eine Karikatur einer Gerichtsszene mit einer Gruppe von Menschen, die sitzen und ein Mann in der Mitte steht, ein Tisch mit Gegenständen rechts und Text unten, der "Boney's Trial, Sentence and Dying Speech Europe's Injuries Revenged" lautet.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Neuprozess nach 30 Jahren: Wird der mutmaßliche Mörder eines Mädchens freigesprochen?

Ein brutaler Mord an einem 13-jährigen Mädchen, ein jahrzehntelanger Rechtsstreit – und nun die letzte Chance auf Gerechtigkeit. Doch die Zweifel sind groß. Die Entscheidung hängt an einem seidenen Faden: Reicht die Beweislage für eine Verurteilung?

Eine Gruppe von Menschen auf einem Fußballfeld mit einer roten und weißen Flagge im Vordergrund, einem Bogen mit Text "Bayern München vs Bayern Munich Betting Tips & Preview" im Hintergrund und einer großen Menge im Stadion.
Champions League 2 Min.

Bayerns heißes Duell: Warum Atalanta Bergamo mehr ist als nur ein Außenseiter

Ein scheinbar klarer Favorit, ein Gegner mit K.-o.-Gen – und ein Spiel, das über alles entscheidet. Warum Atalanta Bayerns Pläne durchkreuzen könnte.

Ein Konzertplakat mit Text, der ein Ereignis in M├╝nchen, Deutschland, ankündigt.
Europäische Ligen 1 Min.

1.860 Wahlplakate als stille Protestbotschaft: TSV-Fans attackieren den FC Bayern

Mit Kleber und 1.860 Plakaten eskaliert der Fan-Protest gegen den Rekordmeister. Warum der FC Bayern schweigt – und was die Aktion über Münchens Fußball-Kultur verrät.

Neueste Nachrichten