Münchens OB Dieter Reiter droht Disziplinarverfahren wegen FC-Bayern-Zahlungen
Regierung untersucht Disziplinarverfahren gegen Reiter - Münchens OB Dieter Reiter droht Disziplinarverfahren wegen FC-Bayern-Zahlungen
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter steht wegen Zahlungen des FC Bayern München vor einem möglichen Disziplinarverfahren. Die Regierung von Oberbayern hat eine Untersuchung zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Aufsichtsrat des Vereins eingeleitet. Seit Ende 2021 erhält Reiter regelmäßig Vergütungen – ohne die dafür erforderliche Genehmigung des Stadtrats.
Für seine Position im Verwaltungsrat des FC Bayern bezieht Reiter alle sechs Monate 10.000 Euro. Die Gesamtzahlungen belaufen sich seit Ende 2021 mittlerweile auf über 80.000 Euro. Diese Auszahlungen erfolgten ohne vorherige Freigabe durch den Münchner Stadtrat, die für solche Nebentätigkeiten zwingend vorgeschrieben ist.
Die Regierung von Oberbayern prüft nun, ob Reiter mit seiner Tätigkeit gegen Vorschriften verstoßen hat. Besonders im Fokus steht die Frage, ob seine ehrenamtliche Position vor Annahme der Zahlungen formal genehmigt werden musste. Reiter gab an, nicht gewusst zu haben, dass er für die mit seiner Aufsichtsratstätigkeit verbundene Aufwandsentschädigung die Zustimmung des Stadtrats einholen musste.
Kritik gibt es vor allem an der mangelnden Transparenz seiner Nebeneinkünfte. Zwar werden Reiter keine weiteren pflichtwidrigen Handlungen in seinem Amt vorgeworfen, doch bleibt die ungenehmigte Vergütung durch den FC Bayern der zentrale Streitpunkt. Die Untersuchung soll klären, ob disziplinarische Maßnahmen erforderlich sind.
Das Ergebnis der behördlichen Prüfung wird entscheiden, ob Reiter Konsequenzen für die nicht genehmigten Zahlungen tragen muss. Bei einem Verstoß gegen die Regeln könnte er zur Rückzahlung der Gelder oder zu weiteren Sanktionen verpflichtet werden. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit einer strengeren Kontrolle über Nebeneinkünfte von Amtsträgern.
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