Enkel würgt Großmutter und inszeniert Suizid – jetzt droht lebenslange Haft
Gier oder Liebe? Enkel gibt Mord an der Großmutter zu - Enkel würgt Großmutter und inszeniert Suizid – jetzt droht lebenslange Haft
Ein 24-jähriger Mann hat gestanden, seine 76-jährige Großmutter während eines gewaltsamen Streits im März des vergangenen Jahres erwürgt zu haben. Die Tat ereignete sich in ihrem Zuhause, wo er die Szene später so manipulierte, dass sie wie ein Suizid wirkte. Die Polizei nahm ihn wenige Tage nach der Entdeckung der Leiche durch eine Reinigungskraft fest.
Der Vorfall spielte sich am Abend des 16. März 2023 ab. Ein Streit zwischen dem Angeklagten und seiner Großmutter eskalierte, endete damit, dass er sie würgte. Anschließend versuchte er, die Tat zu vertuschen, indem er ihr Messerstiche beibrachte und ihren Körper in die Badewanne legte.
Die Großmutter hatte eine zentrale Rolle in der Erziehung des Angeklagten gespielt und ihn finanziell unterstützt. Dennoch beschrieb er ihr Verhältnis als angespannt, geprägt von ständiger Kritik und Spott. Die Staatsanwaltschaft geht von Habgier als Motiv aus und vermutet, er habe befürchtet, ihre finanzielle Hilfe zu verlieren. Der Angeklagte bestreitet jedoch, sie berauben zu wollen.
Die Reinigungskraft entdeckte den Leichnam der Großmutter am folgenden Tag, woraufhin die Ermittlungen eingeleitet wurden, die schließlich zur Festnahme des Beschuldigten führten. Dieser hat die Tat inzwischen eingeräumt, beharrt aber darauf, aus Wut gehandelt zu haben – nicht aus geplantem Raub.
Der Prozess läuft noch; bis Mitte April sind 13 weitere Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.
In den kommenden Wochen wird das Gericht weitere Beweise und Zeugenaussagen prüfen. Das Urteil wird klären, ob die Tat vorbedacht war oder aus einem plötzlichen Affekt heraus geschah. Sollte die Anklage mit ihrer Argumentation durchdringen, könnte dies zu einer lebenslangen Haftstrafe führen.
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