Kultiviertes Fleisch soll zuerst in Tiernahrung landen – BeneMeat startet Testphase

Susi Drub
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Ein Plakat mit der Aufschrift "Essen: Kaufe es mit Bedacht, koche es mit Sorgfalt, verwende weniger Getreide & Fleisch, serviere nur genug, verwende den Rest, verschwende es nicht" darauf gedruckt.Susi Drub

Kultiviertes Fleisch soll zuerst in Tiernahrung landen – BeneMeat startet Testphase

Kultiviertes Fleisch könnte bald in Tiernahrung landen, während Unternehmen nach neuen Wegen suchen, den Markt auszubauen. BeneMeat, ein führender Akteur in der Branche, sieht Tierfutter als praktischen Einstieg, bevor das kultivierte Fleisch für den menschlichen Verzehr vermarktet wird. Die Unternehmensführung ist überzeugt, dass dieser Ansatz die Produktionskontrolle verbessern und die Nährstoffzusammensetzung gezielt auf die Bedürfnisse von Tieren abstimmen wird.

Ein aktuelles Testprogramm des Unternehmens mit dem Namen "Try & Share" zeigte, dass Aufklärung und direkte Erfahrung die Akzeptanz von kultiviertem Fleisch steigern können. Teilnehmer, die das Produkt probierten, zeigten sich offener für dessen Einsatz in Tiernahrung.

BeneMeat strebt an, kultiviertes Fleisch zunächst als zusätzliche Proteinquelle und nicht als vollständigen Ersatz für herkömmliche Zutaten einzuführen. Diese Strategie könnte den Markteintritt erleichtern und gleichzeitig die bestehende Nachfrage bedienen.

Branchenexperten teilen diese Einschätzung. Owen Ensor, Mitgründer und CEO von Meatly, betont, dass Tiernahrung der ideale Ausgangspunkt sei, da die Branche für Innovationen bekannt ist. Rich Kelleman, CEO von Bond, ergänzt, dass Erfolge in diesem Bereich den Weg für eine breitere Kommerzialisierung von kultiviertem Fleisch ebnen könnten.

Trotz des Optimismus haben bisher keine großen Tierfutterhersteller Pläne bekannt gegeben, kultiviertes Fleisch bis 2028 in ihre Produkte aufzunehmen. BeneMeat rechnet jedoch damit, dass die Integration innerhalb der nächsten fünf Jahre gelingen könnte, sobald die Technologie ausgereift ist und regulatorische Hürden sinken.

Der Vorstoß von BeneMeat in den Tierfuttermarkt unterstreicht einen wachsenden Trend bei alternativen Proteinen. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es den Weg für eine umfassendere Nutzung in der Tier- und Humanernährung ebnen. Mit seinem Fokus auf Aufklärung und schrittweise Einführung könnte das Unternehmen langfristig die Einstellung der Branche verändern.

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