Kommunalwahlen in Bayern: Warum Frauen in der Politik noch immer fehlen

Susi Drub
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Drei Frauen in traditioneller Kleidung halten ein Schild mit der Aufschrift "Frauenwahlrecht: Die Frauen-Sozial- und Politische Union" gegen einen hellblauen Himmel mit weißen Wolken.Susi Drub

Kommunalwahlen in Bayern: Warum Frauen in der Politik noch immer fehlen

Bayerische Kommunalwahlen am 8. März 2023: Frauen bleiben in der Politik unterrepräsentiert

Die anstehenden Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2023 offenbaren weiterhin eine deutliche Geschlechterkluft unter den Kandidatinnen und Kandidaten. Zwar stellen einige Parteien mehr Frauen auf als zuvor, doch insgesamt bleibt ihr Anteil gering – besonders in größeren Städten und Gemeinden. Die Grünen führen bei der Frauenquote, während andere Gruppen, darunter die rechtspopulistische AfD, deutlich hinterherhinken.

Lediglich 20,2 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber für das Bürgermeisteramt in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern sind Frauen – ein Rückgang gegenüber 22,4 Prozent bei der letzten Wahl. In kreisfreien Städten ist der Anteil sogar noch stärker gesunken: von 26,3 auf 21,9 Prozent. Auch in kleineren Gemeinden zeigt sich ein ähnliches Bild: Im Altlandkreis Cham und im Landkreis Ansbach sind weniger als ein Drittel der Rats- und Bürgermeisterkandidatinnen Frauen; im Landkreis Ansbach amten derzeit nur acht Bürgermeisterinnen.

Die Grünen verzeichnen mit 39 Prozent den höchsten Frauenanteil unter den Bürgermeisterkandidatinnen sowie 42,2 Prozent bei den Bewerberinnen für das Amt der Landrätin oder des Landrats. Die SPD folgt mit 22,7 Prozent Frauen unter den Bürgermeister- und 31,8 Prozent unter den Landratskandidatinnen. Die CSU hingegen hinkt hinterher: Nur 9,1 Prozent ihrer Bürgermeister- und 13 Prozent ihrer Landratskandidatinnen sind weiblich.

Die Freien Wähler zeigen ein gespaltenes Bild: 31,3 Prozent ihrer Bürgermeisterkandidatinnen sind Frauen, doch bei den Landratskandidatinnen liegt der Anteil bei nur 8,3 Prozent. Die AfD schneidet am schlechtesten ab – mit 6,4 Prozent Frauen unter den Bürgermeister- und 4,8 Prozent unter den Landratskandidatinnen. Insgesamt ist der Anteil der Frauen, die für das Amt der Landrätin oder des Landrats kandidieren, leicht gestiegen: von 21,5 auf 22 Prozent.

In 62 der 71 bayerischen Landkreise werden bei dieser Wahl Landrätinnen oder Landräte gewählt.

Die Zahlen verdeutlichen die ungleichmäßige Entwicklung der politischen Repräsentation von Frauen in Bayern. Während einige Parteien Fortschritte machen, nominieren andere weiterhin deutlich weniger Frauen. Die Wahlergebnisse werden zeigen, ob sich diese Trends in den kommenden Jahren ändern.

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