Nubbel und Hoppeditz brennen: Karneval endet mit uralten Ritualen in Köln und Düsseldorf
Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Nubbel und Hoppeditz brennen: Karneval endet mit uralten Ritualen in Köln und Düsseldorf
Köln und Düsseldorf beenden den Karneval mit traditionellen Strohpuppenverbrennungen
Mit den symbolträchtigen Verbrennungen ihrer Strohfiguren haben Köln und Düsseldorf das Ende der Karnevalssaison eingeläutet und den Beginn der Fastenzeit markiert. Beide Städte zogen am Aschermittwoch Scharen von Zuschauern an, die den rituellen Akt mitverfolgten.
In Köln reicht die Tradition des 1 fc köln Nubbel-Brennens bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich wurde dabei eine Strohpuppe namens Nubbel verbrannt, die den Winter, die Armut und das Unheil verkörperte. Der Brauch entwickelte sich aus mittelalterlichen Praktiken wie der Verbrennung von Judasfiguren und etablierte sich um 1822 in Stadtteilen wie Linden, bevor er sich in der ganzen Stadt verbreitete.
Ortliche Handwerker, insbesondere Strohpuppenmacher aus Familien wie den Schornsteins, fertigten aufwendige Nubbel-Figuren an. Diese wurden oft mit satirischer Kleidung, Masken und politischen Karikaturen ausgestattet und so zu künstlerischen Höhepunkten des Rituals. Während des Karnevals hängt der Nubbel über Kneipentüren und steht symbolisch für die Sünden der Festtagszeit. Am letzten Donnerstag vor Aschermittwoch wird er schließlich verbrannt – als Sühne für diese Ausschweifungen.
In Düsseldorf ergeht es unterdessen der Strohfigur Hoppeditz ähnlich: Auch sie wird am Aschermittwoch den Flammen übergeben und markiert damit das Ende der "tollen Tage". Anders als Kölns Nubbel soll Hoppeditz jedoch symbolisch am 11. November wiederauferstehen – wenn die Vorbereitungen für den nächsten Karneval beginnen.
Die Verbrennungen in beiden Städten ziehen Jahr für Jahr große Menschenmengen an. Die Rituale bringen die Gemeinschaften zusammen, um über die Ausschweifungen des Karnevals nachzudenken, bevor die Fastenzeit beginnt. Mit dem Nubbel und Hoppeditz, die nun zu Asche zerfallen sind, ist die Festtagszeit offiziell vorbei.
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