Mustaphas Nürnberg-Traum droht nach nur sechs Monaten zu platzen
Hindolo Mustaphas Zeit beim 1. FC Nürnberg droht vorzeitig zu enden. Der 19-jährige Nationalspieler aus Sierra Leone, der in dieser Saison leihweise zum Club stieß, hat sich bisher nur schwer eingewöhnen können. Nun beraten die Vereinsführung und Cheftrainer Miroslav Klose über seine Zukunft – nach anhaltenden Problemen sowohl auf als auch neben dem Platz.
Mustapha war mit einem starken Ruf aus der Jugendabteilung von Crystal Palace nach Nürnberg gewechselt. In der Saison 2023/24 hatte er in 25 Spielen für die U18 beeindruckende 12 Tore erzielt und 8 Vorlagen geliefert. Doch sein Wechsel in die 2. Bundesliga gestaltete sich schwierig.
Bisher kam er in dieser Spielzeit in 15 Partien lediglich auf 3 Treffer und 2 Assists – meist als Einwechselspieler. Klose kritisierte wiederholt seine defensiven Schwächen und erklärte, Mustapha habe es wegen dieser Mängel "nie in den Kader geschafft". Der Trainer sprach das Problem bereits in drei Einzelgesprächen an, doch eine spürbare Besserung blieb aus.
Abseits des Platzes gibt es Berichte über disziplinarische Verfehlungen und mangelnden Einsatzwillen. Mustapha wurde weder in der Zweitliga-Mannschaft berücksichtigt noch kam er über zwei Einsätze für die Reserve hinaus. Vereinsinterne Stimmen stufen ihn mittlerweile als größten Transfer-Flop der Saison ein.
Sollte sich kurzfristig keine Wende abzeichnen, wird der 1. FC Nürnberg den Leihvertrag wohl im Winter vorzeitig beenden. Auch sein Stammverein Crystal Palace zeigt sich unzufrieden mit seiner Entwicklung. Die Gespräche zwischen Klose und der Führungsebene über Mustaphas Situation laufen noch.
Sein Nürnberg-Engagement scheint damit einem vorzeitigen Ende entgegenzugehen. Die defensiven Defizite, der geringe sportliche Einfluss und die disziplinarischen Fragen lassen dem Club kaum Alternativen. In den kommenden Wochen wird über seine Zukunft entschieden – ein Abgang im Winter gilt als wahrscheinlich.






