Münchner Firma erhält seltene Erkundungslizenz für Erzsuche im Harz
Klaus-Dieter PohlGoldsuch im Harz genehmigt - Münchner Firma erhält seltene Erkundungslizenz für Erzsuche im Harz
Ein Münchner Unternehmen hat die Genehmigung erhalten, im westlichen Harz nach wertvollen Erzen zu suchen. Die Zulassung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach heimischen Rohstoffen – darunter auch geothermische Energie – weiter steigt. Aus offiziellen Unterlagen geht hervor, dass solche Anträge in den letzten Jahren selten gestellt wurden.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erteilte die Erkundungslizenz "Kaiserpfalz", die ein Gebiet von etwa 238 Quadratkilometern umfasst. Die Genehmigung ermöglicht es dem Unternehmen, bis Oktober 2028 nach Gold, Silber, Kupfer, Nickel und Zink zu prospektieren. Bevor jedoch Bohrungen oder Erdarbeiten beginnen können, müssen gesonderte Betriebspläne für den Bergbau zur Genehmigung eingereicht werden.
In den vergangenen 17 Jahren wurden – Lithium ausgenommen – lediglich fünf Anträge auf Erzprospektion gestellt. Öffentliche Akten verwechseln solche Gesuche oft mit unrelateden Themen wie Asylanträgen oder Elektronikrecycling. Die neu erteilte Lizenz zählt zu den wenigen jüngeren Vorhaben, bei denen in Deutschland nach nicht-lithiumhaltigen Mineralvorkommen gesucht wird.
Die neue Genehmigung unterstreicht das wachsende Interesse an heimischen Mineralressourcen. Die Suche des Unternehmens konzentriert sich auf ein großes Gebiet im westlichen Harz. Bei Erfolg wären weitere Schritte – darunter detaillierte Abbaupläne – notwendig, bevor mit der Förderung begonnen werden kann.






