05 May 2026, 21:32

"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs experimentellem "Tvary"-Theater

Ein altes Illustrationstitelblatt "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs experimentellem "Tvary"-Theater

Eine neue Bühnenadaption von „Grüne Ufer“, dem gefeierten Fantasy-Roman von Gennadi Alexejew, hat in Jekaterinburg Premiere gefeiert. Das Stück inszeniert eine gespenstische Begegnung zwischen einem Schriftsteller aus dem Leningrad der 1980er-Jahre und einer längst verstorbenen Sängerin aus Russlands kaiserlicher Vergangenheit. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa wurde die Produktion im kleinen, privaten „Tvary“-Theater der Stadt uraufgeführt – einem Haus, das für seine experimentellen und immersiven Inszenierungen bekannt ist.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein rätselhaftes Zusammentreffen zwischen einem gescheiterten Autor und Anastassija Wjalzewa, einer berühmten Romanzen-Sängerin, die 1908 starb. Wjalzewa, einst eine der bestbezahlten Künstlerinnen Russlands – auf einer Stufe mit Fjodor Schaljapin –, inspirierte Alexejew zu „Grüne Ufer“, einem Roman, der häufig für seine Erforschung paralleler Welten und zeitversetzter Realitäten gelobt wird.

Auf der Bühne verkörpert Oleg Dulenkin den Schriftsteller, während Jelena Iwanowa nicht nur Wjalzewa, sondern gleich acht weitere Figuren spielt. Die komplexe Erzählung entfaltet sich in der intimen, atmosphärischen Kulisse des „Tvary“, das für seine unkonventionellen und fesselnden Produktionen steht.

Bornaschewas Regie führt das Publikum durch eine traumhafte Kollision der Epochen, die historische Details mit surreale Fantasie verbindet. Da der Roman als Meilenstein der russischen spekulativen Literatur gilt, war die Erwartungshaltung an diese theaterische Interpretation groß.

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Die Premiere markiert die erste Bühnenadaption von „Grüne Ufer“ in Jekaterinburg. Mit seiner Mischung aus historischen Figuren und übernatürlichen Motiven bietet das Stück eine frische Perspektive auf Alexejews Vision. Die Aufführungen im „Tvary“ werden fortgesetzt und geben dem Publikum die Gelegenheit, diese ungewöhnliche Geschichte von Kunst, Erinnerung und alternativen Realitäten zu erleben.

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