27 March 2026, 04:23

Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben

Eine Reihe von Parkautomaten entlang einer Straße mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einer Rolllade mit Text im Hintergrund und einem nahen Müllcontainer.

Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren gestohlen haben

Großer Veruntreuungsprozess in Kempten: Ehepaar soll fast 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren gestohlen haben

In Kempten hat ein spektakulärer Veruntreuungsprozess begonnen, nachdem ein städtischer Mitarbeiter und seine Ehefrau beschuldigt werden, über Jahre hinweg fast 1,9 Millionen Euro aus Parkuhren unterschlagen zu haben. Das 40- und 38 Jahre alte Paar muss sich wegen des systematischen Abzweigens von Gemeindegeldern über mehr als ein Jahrzehnt hinweg verantworten. Beide sitzen seit ihrer Festnahme im vergangenen Jahr in Untersuchungshaft.

Die kriminellen Machenschaften flogen im November 2025 auf, als eine Bank verdächtige Transaktionen auf den Konten des Paares meldete. Die Ermittler deckten auf, dass der 40-jährige Stadtangestellte über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren regelmäßig Parkuhren geleert hatte. Seine 38-jährige Ehefrau soll ihm geholfen haben, das gestohlene Geld zu waschen – indem sie es auf verschiedene Konten einzahlte oder gegen Geschenkgutscheine eintauschte.

Der Betrug umfasste Hunderte einzelner Vorfälle, wobei die genaue Zahl der manipulierten Parkuhren noch unklar ist. Die Behörden bestätigten lediglich, dass der Gesamtschaden 1,9 Millionen Euro übersteigt. Nach der Entdeckung ließ die Stadt Kempten alle Schlösser der Parkuhren austauschen und übertrug die Wartungsaufgaben an ein externes Unternehmen, um weiteren Missbrauch zu verhindern.

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Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der illegal erwirtschafteten Gelder. Während der Prozess weiterläuft, versuchen die Ermittler, das ganze Ausmaß der jahrelangen Machenschaften aufzudecken.

Der Fall hat bereits zu Sicherheitsänderungen im Kemptener Parksystem geführt. Da beide Angeklagten weiterhin in Haft sitzen, muss das Gericht nun entscheiden, ob das Paar die gesamte Beutesumme zurückerstatten muss. Das Urteil könnte zudem richtungsweisend dafür werden, wie Kommunen künftig mit internen Betrugsrisiken umgehen.

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