Deutsche Bahn drohen Milliardenlücken – Prestigeprojekte wie ICE-Strecke in Gefahr
Klaus-Dieter PohlDeutsche Bahn drohen Milliardenlücken – Prestigeprojekte wie ICE-Strecke in Gefahr
Deutsche Bahn steht vor massiven Finanzierungslücken bei zentralen Schienenprojekten in den kommenden Jahren. Bis 2029 wird dem Konzern Milliarden fehlen, um dringend benötigte Aus- und Neubauten an wichtigen Strecken umzusetzen. Mehrere prestigeträchtige Bauvorhaben drohen nun verzögert zu werden.
Die finanziellen Engpässe verschärfen sich von Jahr zu Jahr. 2027 wird die Deutsche Bahn voraussichtlich rund 300 Millionen Euro für den Netzausbau zu wenig haben. Im Jahr darauf klettert das Defizit auf 538 Millionen Euro. Bis 2029 summiert sich die Lücke auf 1,44 Milliarden Euro – trotz des Sondervermögens des Bundes für die Infrastruktur.
Zahlreiche Projekte sind nun in Gefahr. Die geplante Erweiterung der Franken-Sachsen-Magistrale, die Nürnberg und Dresden verbindet, könnte verschoben werden. Auch die Arbeiten am Ostkorridor, einer entscheidenden Route für den Güterverkehr, drohen ins Stocken zu geraten. Ähnliche Verzögerungen sind bei Abschnitten zwischen Karlsruhe und Basel zu befürchten.
Doch damit nicht genug: Weitere zentrale Vorhaben stehen auf der Kippe. Der Bau der neuen ICE-Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt könnte sich verzögern. Auch die geplante Sanierung des Pfaffensteig-Tunnels in Stuttgart ist ein Projekt, das möglicherweise verschoben werden muss.
Ohne zusätzliche Mittel wird es für die Deutsche Bahn schwierig, die geplanten Modernisierungen wie vorgesehen umzusetzen. Die Verzögerungen betreffen sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr in ganz Deutschland. Bisher liegen noch keine bestätigten, angepassten Zeitpläne für die betroffenen Projekte vor.






