02 May 2026, 18:28

Brantner attackiert Merz' Zögerlichkeit und fordert europäische Verteidigungseinheit

Ein Plakat mit einer roten, weißen und blauen Flagge mit einem weißen Stern, begleitet von fettgedrucktem schwarzem Text, der "Unsere Flaggen schlagen Deutschland - Unterstützt jede Flagge, die gegen Preußentum kämpft" in einem weißen Rahmen lautet.

Brantner attackiert Merz' Zögerlichkeit und fordert europäische Verteidigungseinheit

Grünen-Chefin Franziska Brantner hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen Umgang mit der aktuellen Krise scharf kritisiert. Sie warf ihm vor, in einer Phase, in der entschlossenes Handeln gefragt sei, Zögerlichkeit und Unentschlossenheit an den Tag zu legen. Gleichzeitig richtete sich ihre Kritik gegen die Abhängigkeit Deutschlands von den USA unter Präsident Donald Trump in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik.

Brantner warnte, dass die Ausrichtung auf Trump in Verteidigungsfragen erhebliche Risiken berge. Besonders besorgniserregend sei die jüngste Ankündigung eines teilweisen Abzugs amerikanischer Truppen aus Deutschland. Statt den Blick über den Atlantik zu richten, forderte sie, der Bundesrepublik müsse es um eine engere Zusammenarbeit innerhalb Europas gehen.

Die Grünen-Vorsitzende plädierte für eine „klare Marsroute: mehr europäische Zusammenarbeit“. Sie betonte die Notwendigkeit eines „entschlossenen Schubs für den Aufbau einer gemeinsamen europäischen Verteidigung“. Brantner zufolge müsse Deutschland eine führende Rolle bei der Gestaltung eines unabhängigeren und geschlosseneren Sicherheitsansatzes auf dem Kontinent übernehmen.

Ihre Kritik erweiterte Brantner auch auf Merz’ Führung während der anhaltenden Krise. Die Kanzlers mangelnde Entschlossenheit habe Deutschland in einem entscheidenden Moment verletzlich zurückgelassen, so die Politikerin.

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Brantners Äußerungen unterstreichen den Appell, die Abhängigkeit von den USA zu verringern und die Bindungen zu den europäischen Partnern zu stärken. Eine einheitlichere Verteidigungsstrategie innerhalb Europas sei ihrer Ansicht nach unerlässlich für langfristige Stabilität. Angesichts der anhaltenden Spannungen dürfte die Debatte über Außenpolitik und militärische Bündnisse weiter an Fahrt aufnehmen.

Quelle