15. Inklusionsforum in Regensburg: Wie Flucht, Migration und Behinderung zusammenhängen
Susi Drub15. Inklusionsforum in Regensburg: Wie Flucht, Migration und Behinderung zusammenhängen
15. Inklusionsforum *"Flucht. Migration. Behinderung" im Landratsamt Regensburg**
Dieser Monat stand im Landratsamt Regensburg ganz im Zeichen des 15. Inklusionsforums unter dem Titel "Flucht. Migration. Behinderung". Rund 35 Fachleute kamen zusammen, um sich mit den Herausforderungen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der Zugang zum Arbeitsmarkt, sprachliche Unterstützung sowie die geplante GEAS-Reform der EU für Asylverfahren.
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an die Bedeutung lokaler Netzwerke für die Verbesserung der Unterstützungsstrukturen. Sie betonte, dass nur eine sektorübergreifende Zusammenarbeit nachhaltige Fortschritte ermöglichen könne.
Praktische Lösungen für Geflüchtete und Migrant:innen mit Behinderungen Das Forum konzentrierte sich auf konkrete Ansätze, um Menschen mit Behinderungen und Fluchterfahrung den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, Sprachmittlung zu optimieren und Dienstleistungen bedarfsgerecht anzupassen.
Ein weiterer zentraler Punkt war die GEAS-Reform der EU, die Asylverfahren durch verpflichtende Registrierung und beschleunigte Grenzprüfungen vereinheitlichen soll. Doch bis März 2026 hat neben Deutschland kein einziges EU-Land die Reform umgesetzt. Zwar müssen die Mitgliedstaaten sie bis zum 12. Juni 2026 einführen – doch nur Deutschland hat mit dem GEAS-Anpassungsgesetz, das am 27. Februar 2026 in Kraft trat, bereits rechtliche Schritte unternommen. In anderen Ländern sind bisher keine sichtbaren Veränderungen zu erkennen.
Fazit: Noch viele Lücken, Deutschland als Vorreiter Das Forum endete mit einer klareren Bestandsaufnahme der Versorgungsdefizite für geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen. Die GEAS-Reform steckt noch in den Kinderschuhen – Deutschland bleibt bisher das einzige Land, das sie gesetzlich verankert hat. Ob und wie andere EU-Staaten die neuen Regeln bis zur Juni-Frist umsetzen, wird über das weitere Vorgehen entscheiden.






