Zehn Jahre Jugendgerichtshilfe Regensburg: Begleitung statt Bestrafung
Pierre BaumZehn Jahre Jugendgerichtshilfe Regensburg: Begleitung statt Bestrafung
Jugendgerichtshilfe Regensburg feiert zehnjähriges Bestehen
Der Fachdienst Jugendgerichtshilfe des Landkreises Regensburg hat sein zehnjähriges Jubiläum begangen. Rund 80 Fachkräfte folgten der Einladung der Kreisverwaltung, um den Meilenstein zu würdigen. Die Einrichtung wurde 2015 ins Leben gerufen, um junge Menschen in rechtlichen Konflikten gezielter zu unterstützen.
Ursprünglich als eigenständige Abteilung der Jugendgerichtsbarkeit gestartet, verfolgt der Dienst ein klares Ziel: Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, durch Begleitung statt Bestrafung zu stabilisieren. Leitprinzipien wie Respekt, Transparenz und freiwillige Mitwirkung prägen die Arbeit.
Beim Festakt betonte Landrätin Tanja Schweiger die Bedeutung der Zusammenarbeit. Der Erfolg des Angebots hänge maßgeblich von der Vernetzung mit Polizei, Gerichten, Bewährungshelfern und Jugendämtern ab, so Schweiger. Johannes Lohner, Dozent an der Hochschule Landshut, referierte zudem über den Zusammenhang zwischen Kindheitstraumata und Jugendkriminalität.
Die Jugendgerichtshilfe setzt darauf, junge Menschen darin zu bestärken, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Zwar liegen für Regensburg keine genauen Fallzahlen vor, doch vergleichbare Programme – etwa im Rhein-Neckar-Kreis – verzeichneten allein 2024 bereits 926 Fälle.
Als zentraler Bestandteil des Kreisjugendamts bleibt der Fachdienst ein wichtiger Akteur. Sein Ansatz, Unterstützung statt Strafe in den Vordergrund zu stellen, hilft Jugendlichen, eine stabilere Zukunft zu gestalten. Das Jubiläum unterstrich einmal mehr, wie entscheidend die Kooperation zwischen Justiz und Sozialbereich für den Erfolg ist.






