Warum Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger Führungsrollen beim FC Bayern ablehnten
Susi DrubWarum Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger Führungsrollen beim FC Bayern ablehnten
FC Bayern München tut sich schwer damit, ehemalige Spieler in Führungspositionen zu bringen. In den vergangenen Jahren scheiterten mehrere Versuche des Vereins, prominente Ex-Spieler in leitende Rollen zu holen. Der letzte große Anlauf endete 2023, als Oliver Kahn nach internen Konflikten als Vorstandschef abberufen wurde. Nun hat ein weiterer ehemaliger Profi ein Angebot für eine Tätigkeit in der Vereinsführung ausgeschlagen.
Thomas Müller wurde kürzlich eine ungewöhnliche Chance angeboten: ein einjähriger Welttrip, um internationale Top-Klubs zu studieren, bevor er bei Bayern in eine Führungsrolle einsteigen sollte. Stattdessen entschied er sich, seine Karriere bei den Vancouver Whitecaps in der MLS fortzusetzen. Seine Absage folgt einem ähnlichen Schritt von Bastian Schweinsteiger, der ebenfalls eine mögliche Position ablehnte – unter anderem wegen Bedenken hinsichtlich des täglichen Arbeitsaufwands.
Uli Hoeneß, langjähriges Vereinsurgestein, hat wiederholt den Wunsch geäußert, einen weiteren Bayern-Legende in einer Führungsrolle zu sehen. Er vermutet, dass die hohen sozialen Standards in Deutschland bei ehemaligen Spielern den Antrieb für Erfolg schmälern könnten, da viele nach ihrer Karriere kaum finanziellen Druck verspüren. Aktuell besetzt kein Ex-Profi eine Spitzenposition beim Klub.
Seit Kahns Abgang hat mit Jan-Christian Dreesen, einem Karrierebanker, ein externer Manager die Geschäftsführung übernommen. Berichten zufolge macht er seine Sache gut. Gleichzeitig bleibt in München die Hoffnung, dass Müller oder ein anderer ehemaliger Star irgendwann in anderer Funktion zum Verein zurückkehrt.
Der FC Bayern sucht weiterhin nach Wegen, um seine Ex-Spieler stärker in die Vereinsführung einzubinden. Vorerst setzt der Klub auf externe Expertise – mit Dreesen an der Spitze. Die Tür für eine Rückkehr einer Klublegende steht jedoch weiterhin offen.