Hoeneß über Klopp: Keine Zukunft bei Red Bull - Uli Hoeneß zweifelt an Jürgen Klopps Zukunft bei Red Bull
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat Zweifel an Jürgen Klopps langfristiger Rolle bei Red Bull geäußert. Der ehemalige Liverpool-Trainer übernahm im Oktober 2023 als Global Head of Soccer beim Energiegetränkehersteller die Verantwortung für Vereine wie RB Leipzig sowie Expansionsprojekte in den USA. Hoeneß jedoch ist überzeugt, dass Klopps Stärken auf dem Platz liegen – und nicht im Chefetage-Büro.
Klopps Wechsel zu Red Bull markierte den Übergang vom Traineramt zu einer übergeordneten Führungsposition. In dieser Funktion prägte er die taktische Ausrichtung von RB Leipzig mit und half dem Team, in der Saison 2024/25 den Einzug in die Top Vier der Bundesliga zu schaffen. Zudem spielte er 2024 eine zentrale Rolle bei der Förderung junger Talente und der Verpflichtung neuen Personals. Über Europa hinaus trieb Klopp die US-Expansion von Red Bull voran: 2024 eröffnete er eine neue Akademie in New York und schloss Partnerschaften mit MLS-Teams. Bereits Anfang 2026 waren unter seiner Leitung Scouting- und Nachwuchsprogramme etabliert.
Doch Hoeneß bleibt skeptisch, ob Klopp auf Dauer in dieser Funktion glücken wird. Er schätzt zwar den 57-Jährigen für seinen Trainingsstil und seine Fähigkeit, Mannschaften voranzubringen – doch als globetrottender Manager sieht er ihn nicht. Der Bayern-Legende zufolge hätte der FC Bayern Klopp bereits 2008 verpflichten können, entschied sich damals aber für Jürgen Klinsmann. Für Hoeneß gehört Klopps Leidenschaft auf den Trainingsplatz, nicht in Konferenzräume oder auf Dauerflüge zwischen den Kontinenten.
Seine Bedenken erstrecken sich auch auf die Nachhaltigkeit von Klopps aktueller Position. Hoeneß fragt sich, ob die Anforderungen, mehrere Vereine und Projekte in unterschiedlichen Ländern zu koordinieren, auf lange Sicht zu Klopp passen. Stattdessen stellt er sich vor, dass der ehemalige Dortmund- und Liverpool-Trainer wieder als aktiver Coach an die Seitenlinie zurückkehrt – dort, wo seine Energie und sein taktisches Gespür direkt Spiele und Spieler prägen können.
Klopps Amtszeit bei Red Bull hat bereits Veränderungen in Leipzigs Leistungen und in der globalen Fußballstrategie des Konzerns bewirkt. Doch Hoeneß' Äußerungen deuten an, dass ein mögliches Comeback als Trainer am Horizont stehen könnte. Derzeit konzentriert sich Klopp jedoch darauf, Talente zu entwickeln und den Einfluss von Red Bull im Fußball – sowohl in Europa als auch in Nordamerika – weiter auszubauen.