Vier tote Greifvögel an Inn-Brücke gefunden – Ermittlungen zu Vergiftungsverdacht
Klaus-Dieter PohlTote Greifvögel am Inn-Brücke gefunden - Polizei ermittelt - Vier tote Greifvögel an Inn-Brücke gefunden – Ermittlungen zu Vergiftungsverdacht
Vier tote Greifvögel auf Brücke über den Inn in Neuhaus am Inn entdeckt
Die Behörden ermitteln nun, ob die Todesfälle mit einer jüngsten Serie von Vergiftungsfällen in der Region zusammenhängen.
Bereits im Frühsommer waren in der nahegelegenen Gemeinde Simbach 17 weitere Kadaver gefunden worden, was Befürchtungen über illegale Fallenstellung und Vergiftungen schürte. Bei den Tieren in Simbach wird vermutet, dass sie mit Carbofuran vergiftet wurden – einem in Deutschland verbotenen Wirkstoff. Die Polizei hat einen 64-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottal-Inn als Tatverdächtigen in diesem Fall identifiziert. Ihm wird vorgeworfen, vergiftete Köder ausgelegt zu haben.
Alle Greifvögel in Deutschland stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Ihr Töten oder Fangen ist eine Straftat und kann mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden. Die Todesursache der vier neu entdeckten Vögel ist noch ungeklärt, doch die Polizei geht von einem möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz aus.
Die Ermittlungen in beiden Fällen laufen noch. Bei einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten schwere Strafen nach den Artenschutzbestimmungen. Die Behörden warnen weiterhin vor dem Einsatz illegaler Gifte, die geschützte Arten bedrohen.






