Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um das Bürgermeisteramt und die Zukunft der Gemeinde
Pierre BaumStichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um das Bürgermeisteramt und die Zukunft der Gemeinde
Wilhermsdorf wählt am 22. März 2026 in Stichwahl neuen Bürgermeister
Am 22. März 2026 findet in Wilhermsdorf die Stichwahl um das Bürgermeisteramt statt. Zwei Kandidatinnen konkurrieren um das Amt: Alexandra Zipfel und Patrizia Fierus. Beide haben klare Pläne für die Zukunft der Gemeinde vorgelegt, die Bildung, Wohnraum und wirtschaftliche Entwicklung umfassen.
In den vergangenen fünf Jahren verzeichneten benachbarte Gemeinden wie Emskirchen und Wilhermsdorf selbst ein stetiges Wachstum. Kleine Unternehmen und Wohnbauprojekte belebten die lokale Wirtschaft um etwa 5–7 Prozent und schufen Arbeitsplätze im Handel und Handwerk. Doch die Expansion belastet die Infrastruktur: Auf der B470 kommt es zu Verkehrsengpässen, und die Abwassersysteme müssen modernisiert werden. Investitionen in Breitbandausbau und Straßenverbreiterungen folgten.
Beide Kandidatinnen haben sich zu vier zentralen Fragen zur künftigen Ausrichtung der Gemeinde geäußert. Patrizia Fierus (CSU) setzt auf langfristige Haushaltsplanung, die Sicherung von Fördermitteln und eine ausgeglichene Kostenpolitik. Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Bau einer neuen Grundschule, der Erschließung des Wohn- und Gewerbegebiets "West" sowie der Fertigstellung des Bürgerzentrums. Zudem will sie das Wohnungsangebot diversifizieren und die lokale Wirtschaft stärken.
Alexandra Zipfel (Freie Wähler) betont klare Priorisierung und eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Analyse bei Projekten. Geplant sind der Ausbau der Ganztagesbetreuung für Kinder und die moderne, aber kostengünstige Gestaltung von Lernräumen. Zu ihren großen Vorhaben zählen ebenfalls die neue Grundschule, der Ausbau des Bürgerzentrums, die Sanierung des Hallenbads sowie die Belebung der Innenstadt. Um Leerstände zu reduzieren, schlägt sie Anreize für Eigentümer vor, ungenutzte Gebäude umzuwidmen.
Einig sind sich beide in der Notwendigkeit, die Innenstadt zu revitalisieren – doch ihre Ansätze unterscheiden sich: Fierus setzt auf ein durchdachtes Verkehrskonzept, während Zipfel den Fokus auf die Nachnutzung leerstehender Immobilien legt. Jede Kandidatin bringt eigene Strategien mit, um das Wachstum zu steuern und die kommunalen Leistungen zu verbessern.
Die Wahl wird entscheiden, wie Wilhermsdorf seine Herausforderungen und Chancen angeht. Die Siegerin wird die Weichen für Bildung, Wohnraum und wirtschaftliche Entwicklung stellen. Die Bürgerinnen und Bürger haben am 22. März die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Visionen für die Zukunft ihrer Gemeinde.






