22 March 2026, 02:14

Stichwahl in Langenzenn: Ell oder Kimberger – wer wird neuer Bürgermeister?

Alte Karte einer Kleinstadt mit einem Fluss, Häusern, Bäumen, Gras und Text auf altem Papier.

Stichwahl in Langenzenn: Ell oder Kimberger – wer wird neuer Bürgermeister?

Langenzenns nächster Bürgermeister wird in Stichwahl am 22. März entschieden

Die Wählerinnen und Wähler müssen sich zwischen Christian Ell (CSU) und Michael Kimberger (Grüne) entscheiden. Beide Kandidaten haben klare Pläne für die Zukunft der Stadt vorgelegt – mit Schwerpunkten auf Wirtschaftswachstum, Infrastruktur und Bürgerbeteiligung.

Der Wahlkampf war von monatelangen Debatten über zentrale Themen geprägt, darunter die Belebung der historischen Innenstadt und die Finanzierung großer Projekte wie das Hallenbad.

In der Wirtschaftspolitik setzen die beiden Bewerber auf unterschiedliche Ansätze: Christian Ell positioniert sich als Fürsprecher der lokalen Unternehmen und will gezielt neue Betriebe nach Langenzenn holen. Dazu gehören regelmäßige Gespräche mit Wirtschaftsvertretern sowie finanzielle Förderung für bürgerschaftliche Initiativen in den Stadtteilen.

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Michael Kimberger hingegen setzt auf höhere Gewerbesteuereinnahmen, um die Haushaltslage zu stärken. Zudem schlägt er vor, Volkshochschulkurse in die Innenstadt zu verlegen und Co-Working-Spaces einzurichten, um mehr Leben in das Zentrum zu bringen. Einig sind sich beide darin, dass die äußeren Ortsteile gestärkt werden müssen – wenn auch mit unterschiedlichen Methoden.

Ein zentrales Thema bleibt die Infrastruktur, insbesondere die Zukunft des seit Langem geschlossenen Hallenbads. Seit Ende 2023 hat sich die Finanzierungssituation schrittweise verbessert: Die Kommune beantragte Anfang 2024 2,5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Sportmilliarde" und erhielt bis Mitte 2025 1,2 Millionen Euro bewilligt. Weitere Mittel kommen vom Freistaat Bayern (800.000 Euro), aus dem Stadthaushalt (500.000 Euro) sowie – noch in Prüfung – von der KfW (1 Million Euro, Stand Anfang 2026).

Kimberger betont die Notwendigkeit transparenter Haushaltsplanung und fordert offene Diskussionen über Kosten und Zeitpläne. Ell hingegen hebt seine Pläne zur Instandhaltung städtischer Immobilien und zur Belebung leerstehender Läden in der Innenstadt hervor.

Beide Kandidaten wollen die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern verbessern: Ell unterstützt Bürgerversammlungen in jedem Stadtteil mindestens alle zwei Jahre, während Kimberger regelmäßige Treffen in den äußeren Ortsteilen vorschlägt, um vor Ort auf Anliegen einzugehen.

Die Stichwahl entscheidet, wer Langenzenns Wirtschaft und Infrastruktur in den kommenden Jahren prägen wird. Der künftige Bürgermeister übernimmt die Verantwortung für zentrale Projekte wie das Hallenbad, dessen Teilfinanzierung nun gesichert ist, sowie für die Weichenstellungen in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Innenstadtentwicklung und Bürgerbeteiligung.

Quelle