Arnika-Anbau wird für Landwirte zur lukrativen Nische mit stabilen Erträgen
Susi DrubArnika-Anbau wird für Landwirte zur lukrativen Nische mit stabilen Erträgen
Arnika, eine Pflanze, die für ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften geschätzt wird, entwickelt sich für Landwirte zu einer immer attraktiveren Anbaukultur. Während die wilden Bestände schrumpfen und die Preise steigen, bietet der Anbau von Arnika eine stabile Alternative. Landwirte wie Markus Grundner bauen die Pflanze mittlerweile vertraglich an und sichern sich so ein regelmäßiges Einkommen in einer Nische, die zwar klein, aber lukrativ ist.
In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise für kultivierte Arnika um 20–30 Prozent gefallen, und zwar dank verbesserter Anbaumethoden und eines größeren Angebots. Gleichzeitig wird wild gesammelte Arnika immer knapper, was ihren Preis um 15–25 Prozent in die Höhe getrieben hat. Strengere Vorschriften in Regionen wie den Alpen oder Rumänien haben die Wildsammlung eingeschränkt – dadurch wird die gezüchtete Arnika für die Pharmaindustrie zu einer zuverlässigeren Bezugsquelle.
In Deutschland steht wild wachsende Arnika mittlerweile unter Schutz, weshalb Unternehmen zunehmend auf kultivierte Alternativen setzen. Das auf Nischenkulturen spezialisierte Unternehmen Eskusa arbeitet eng mit Landwirten zusammen, um eine stetige Versorgung zu gewährleisten. Die Bauern erhalten im Rahmen von Verträgen 100 Euro pro Kilogramm, verbunden mit langfristigen Abnahmegarantien. Wild gesammelte Arnika erzielt zwar noch Preise von etwa 200 Euro pro Kilogramm, doch ihre Verfügbarkeit bleibt ungewiss.
Markus Grundner baut Arnika auf seinem 280 Hektar großen Betrieb an und erwartet pro Pflanzung sechs Ernten. Die Kultur gedeiht besonders gut in gut durchlässigen, leicht sauren Böden mit niedrigem Phosphorgehalt. Nach der Ernte werden die Blüten zu Salben und Tinkturen verarbeitet, die – ähnlich wie Voltaren-Gel – zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.
Angesichts rückläufiger Wildbestände und einer stabilen Nachfrage bietet der Arnika-Anbau Landwirten eine gewinnbringende Option. Die Verträge garantieren finanzielle Sicherheit, während die medizinische Verwendung der Pflanze für eine anhaltend hohe Nachfrage sorgt. Für Anbauer wie Grundner ist sie eine pflegeleichte Kultur mit starkem Ertragspotenzial.






