PETA fordert radikales Jagdverbot: Warum Millionen Tiere jährlich leiden müssen
Pierre BaumPETA fordert radikales Jagdverbot: Warum Millionen Tiere jährlich leiden müssen
Die Tierrechtsorganisation PETA hat ihre Forderungen nach einem Verbot von Freizeitjagd und Angeln in Deutschland erneuert. Die Organisation argumentiert, dass diese Aktivitäten unnötiges Leid verursachen und keinerlei ökologischen Nutzen haben. Jährlich töten Jäger und Angler Millionen von Tieren – darunter Katzen und Fische – oft allein aus Freizeitvergnügen.
Vier deutsche Bundesländer haben bereits Maßnahmen ergriffen, um Störungen durch die Jagd während kritischer Brutzeiten einzuschränken. Dennoch fordert PETA weitere Schritte, um Wildtiere vor menschlichem Einfluss zu schützen.
Allein in Deutschland werden laut PETA jedes Jahr über fünf Millionen Wildtiere von Hobbyjägern erschossen. Weitere 200.000 Katzen fallen der Jagd zum Opfer. Angler verletzen und ersticken unterdessen Millionen von Fischen mit Haken, wie die Organisation in ihren Untersuchungen feststellt.
PETA betont, dass Fische fühlende Wesen sind, die Schmerzen empfinden, sich im Spiegel erkennen und komplexe soziale Bindungen eingehen können – ein Widerspruch zur Vorstellung, sie seien einfache Beutetiere. Jagd, so die Organisation, führe nicht nur zum Tod, sondern zersplittere Tiergemeinschaften, erhöhe Stress und könne sogar die Fortpflanzungsraten bei bejagten Arten steigern.
Die Natur reguliert Tierpopulationen bereits durch Wetter, Krankheiten und Nahrungsknappheit. PETA-Sprecher Peter Höffken erklärt, dass die Jagd weder ökologisch notwendig noch ethisch vertretbar sei. Die Organisation ruft dazu auf, Veranstaltungen zu meiden, die solche Aktivitäten fördern.
Mindestens vier Bundesländer – Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und möglicherweise weitere – haben für die Brut- und Nistsaison 2026 Einschränkungen eingeführt. Diese verbieten unter anderem das Freilaufenlassen von Hunden in der Natur und schränken so indirekt die Freizeitjagd ein, da Hunde nicht mehr zur Hetze auf Wildtiere eingesetzt werden dürfen. Baden-Württemberg hingegen hat keinen expliziten Schutz für Brutzeiten verankert.
PETAs Forderungen kommen zu einer Zeit, in der einige Regionen die Vorschriften für die Jagd verschärfen. Die Organisation unterstreicht, dass das Wildtiermanagement auf natürliche Prozesse setzen sollte, statt auf menschliche Eingriffe. Angesichts der Millionen betroffenen Tiere jährlich wird die Debatte über Freizeitjagd und -angeln in Deutschland immer drängender.






