16 March 2026, 16:22

Siemens gibt Milliarden-Beteiligung an Healthineers an Aktionäre ab

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Krankenhauszimmer, ein Mann hält in der Mitte ein Mikrofon, links ein Bett mit einer Decke darauf und verschiedene medizinische Geräte, ein Röntgengerät, eine Tafel mit Text, eine Tür, eine Wand und eine Decke mit Lampen im Hintergrund.

Siemens verteilen Healthineers-Aktien im Milliardenwert an Aktionäre - Siemens gibt Milliarden-Beteiligung an Healthineers an Aktionäre ab

Siemens hat Pläne bekannt gegeben, einen Großteil seiner Beteiligung an der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers an seine Aktionäre zu verteilen. Die Transaktion umfasst Aktien im Wert von rund 15 Milliarden Euro und markiert eine bedeutende strategische Weichenstellung für das Unternehmen. Investoren und Analysten hatten bereits seit einiger Zeit über eine mögliche Verringerung des Siemens-Engagements bei Healthineers spekuliert.

Siemens hatte Healthineers erstmals im März 2018 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht, behielt jedoch die Mehrheit der Anteile. Seither hat sich die Medizintechnik-Sparte zu einem der weltweit größten Hersteller der Branche entwickelt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigte Healthineers rund 74.000 Mitarbeiter weltweit – ein Anstieg gegenüber etwa 72.000 im Vorjahr.

Mit der aktuellen Entscheidung wird Siemens etwa 30 Prozent der Healthineers-Aktien an seine Aktionäre verteilen, voraussichtlich im Rahmen eines direkten Spin-offs. Dadurch verringert sich der bisherige Siemens-Anteil von knapp zwei Dritteln auf eine zwar noch bedeutende, aber langfristig Minderheitsbeteiligung. Zudem entfällt für Siemens künftig die Pflicht zur vollen Konsolidierung der Finanzkennzahlen von Healthineers in seinem Konzernabschluss.

Siemens-Vorstandsvorsitzender Roland Busch bezeichnete den Schritt als Beginn einer neuen Wachstumsphase für das Unternehmen, die es ermögliche, sich auf ein stärker fokussiertes Portfolio zu konzentrieren. Healthineers-Chef Bernd Montag bleibt unterdessen an der Spitze der Tochtergesellschaft, die weiterhin eine Schlüsselfigur in der Medizintechnikbranche darstellt.

Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Hauptversammlungen beider Unternehmen. Die finalen Details sollen voraussichtlich zu Beginn des zweiten Quartals 2026 bekannt gegeben werden. Arbeitnehmervertreter, darunter die IG Metall und der Betriebsrat, haben betont, dass im Rahmen der Trennung faire Bedingungen für die Belegschaft sichergestellt werden müssen.

Durch die Verteilung der Healthineers-Aktien fließen den Siemens-Aktionären Werte in Höhe von etwa 15 Milliarden Euro zu. Nach der Genehmigung wird die Transaktion die Eigentumsstruktur von Siemens neu gestalten, während Healthineers als eigenständiges Großunternehmen erhalten bleibt. Der Prozess wird sich in den kommenden Monaten vollziehen, wobei weitere Updates für Anfang 2026 erwartet werden.

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