Schwimmendes Solarkraftwerk in Gilching revolutioniert die Energiewende mit SKipp-Technologie
Ilja RustSchwimmendes Solarkraftwerk in Gilching revolutioniert die Energiewende mit SKipp-Technologie
Innovatives Photovoltaik-Kraftwerk in Gilching eröffnet – Meilenstein für erneuerbare Energien
In Gilching ist offiziell ein wegweisendes Photovoltaik-Kraftwerk in Betrieb gegangen, das einen neuen Schritt in der Nutzung erneuerbarer Energien markiert. Die Anlage nutzt die SKipp-Technologie und schwimmt auf einem Baggersee, wodurch Stromerzeugung und ökologische Vorteile kombiniert werden. Über 100 Gäste, darunter Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, nahmen vergangene Woche an der feierlichen Eröffnung teil.
Das Kraftwerk umfasst 2.600 vertikal installierte Solarmodule, die lediglich 4,65 Prozent der Seefläche bedecken. Die Paneele sind in Ost-West-Ausrichtung angeordnet, um eine gleichmäßige Stromproduktion vom Morgen bis zum Abend zu gewährleisten. Ein Kabelsystem verankert die Module sicher, sodass sie Wind und Wellen standhalten – gleichzeitig entstehen so neue Lebensräume für Tiere.
Mit einer installierten Leistung von 1,87 Megawatt soll die Anlage jährlich rund zwei Gigawattstunden Energie erzeugen. Damit lässt sich der Strombedarf des Kieswerks um etwa 70 Prozent decken, was den CO₂-Fußabdruck deutlich verringert. Dr. Philipp Sinn, Geschäftsführer der Sinn Power GmbH, betonte bei der Vorstellung des Projekts den doppelten Nutzen: nachhaltige Energiegewinnung bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit.
Bei der Eröffnung bezeichnete Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Westphal die Anlage als "Vorbild für die Energiewende". Ministerpräsident Söder lobte die Innovation und verwies darauf, dass Bayern nun unter allen deutschen Bundesländern bei der Nutzung erneuerbarer Energien führend sei.
Das Kraftwerk in Gilching zeigt, wie Solartechnologie sich harmonisch in bestehende Landschaften einfügen und gleichzeitig die Produktion sauberer Energie steigern kann. Durch sein effizientes Design bei minimaler Umweltbelastung setzt es Maßstäbe für künftige Projekte. Die Anlage ist nun voll funktionsfähig und speist Strom ins lokale Netz ein.






