Schaeffler vor radikaler Wende: Werksschließung, Führungswechsel und neue Sportpartnerschaft
Pierre BaumSchaeffler vor radikaler Wende: Werksschließung, Führungswechsel und neue Sportpartnerschaft
Zulieferer Schaeffler steht vor turbulenten Zeiten: Werksschließung, Führungsumbruch und neue Partnerschaften
Der Automobilzulieferer Schaeffler durchlebt eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Das Unternehmen kündigte nicht nur die Schließung eines deutschen Standorts an, sondern gab auch eine neue Partnerschaft mit dem Deutschen Skiverband (DSV) bekannt. Gleichzeitig verlässt ein langjähriges Vorstandsmitglied das Unternehmen, während anhaltende finanzielle Herausforderungen die Geschäfte belasten.
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete Schaeffler einen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen. Dieser wirtschaftliche Rückschlag fällt zusammen mit den Plänen, das Werk in Steinhagen (Nordrhein-Westfalen) bis Ende 2026 zu schließen. Die Schließung betrifft die lokale Produktion, ist jedoch Teil einer umfassenderen Umstrukturierung des Konzerns.
In einem separaten Schritt hat sich das Unternehmen als Technologiepartner des Deutschen Skiverbands (DSV) positioniert. Der Einstieg in das Sportsponsoring markiert eine strategische Neuausrichtung, wobei Details der Zusammenarbeit bisher nicht öffentlich gemacht wurden.
Auch in der Führungsetage gibt es Veränderungen: Andreas Schick, seit über 30 Jahren im Unternehmen und als Vorstand für Produktion, Lieferkettenmanagement und Einkauf zuständig, wird sein Amt zum Ende seiner Amtszeit niederlegen. Sein Ausscheiden, das aus persönlichen Gründen erfolgt, fällt in eine Phase des Umbruchs für Schaeffler.
Zudem drohen weitere Stellenstreichungen am Standort Schweinfurt, wo rund 590 Arbeitsplätze auf dem Prüfstand stehen. Die Kürzungen sind Teil eines größeren Sparprogramms, mit dem Schaeffler auf den Markt- und Kostendruck reagiert.
Die Schließung des Werks in Steinhagen und die möglichen Entlassungen in Schweinfurt werden die Belegschaft von Schaeffler bis 2026 deutlich verändern. Angesichts der Verluste zu Beginn des Jahres 2025 und des anstehenden Führungswechsels versucht das Unternehmen, die Restrukturierung mit neuen Initiativen wie der DSV-Partnerschaft in Einklang zu bringen. Wie sich diese Maßnahmen langfristig auswirken, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.






