03 May 2026, 08:24

Bayern setzt Drohnen gegen Afrikanische Schweinepest ein – doch die Gefahr lauert an der Grenze

Wildschwein im Dreck neben einem Zaun mit Gras und Pflanzen im Hintergrund, Holzstämme, eine Wand und Text unten.

Bayern setzt Drohnen gegen Afrikanische Schweinepest ein – doch die Gefahr lauert an der Grenze

Bayerische Behörden verstärken Maßnahmen gegen Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest

Die Behörden in Bayern intensivieren ihre Bemühungen, um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Region zu verhindern. Obwohl im Freistaat bisher keine Fälle gemeldet wurden, ergreifen die Verantwortlichen bereits jetzt Vorsichtsmaßnahmen – insbesondere an der Grenze zu Hessen. Ab dem 6. Oktober 2025 sollen in Großostheim und Umgebung Drohnen bei der Suche nach verendeten Wildschweinen eingesetzt werden.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine virale Tierseuche, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt, für Menschen und andere Tiere jedoch ungefährlich ist. Um eine mögliche Übertragung zu verhindern, rät der Landkreis bereits seit Langem davon ab, Speisereste von Fleisch oder Wurst in der Natur zu entsorgen.

Präventivmaßnahmen laufen bereits seit Jahren. Regelmäßige Suchaktionen nach verendetem Wild – unterstützt durch Drohnen und speziell ausgebildete Spürhunde – finden bereits entlang der hessischen Grenze statt. Alle Schweinehalter in der Region wurden wiederholt über Biosicherheitsrisiken informiert.

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Vom 6. bis 10. Oktober 2025 wird das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Drohnen einsetzen, um in Großostheim und den umliegenden Gemeinden nach toten Wildschweinen zu suchen. Ziel ist es, frühzeitig Anzeichen für einen möglichen Übertritt der Seuche aus Hessen zu erkennen. Sollte ein Kadaver gefunden werden, müssen Anwohner dies umgehend der zuständigen Jagdbehörde oder dem Veterinäramt melden.

Der Landkreis hat Notfallpläne vorbereitet, darunter Meldesysteme, Schutzkleidung und spezielle Anhänger für die sichere Bergung von Tierkadavern.

Die anstehende Drohnensuche ist ein weiterer Schritt in Bayerns proaktiver Verteidigung gegen die Afrikanische Schweinepest. Da es bisher keine bestätigten Fälle gibt, liegt der Fokus auf Früherkennung und schneller Eindämmung. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben und verdächtige Schweinesterben unverzüglich zu melden.

Quelle