25 March 2026, 14:19

Ruhrgebiet feiert neue Kultursaison mit Theater, Fotografie und Gemeinschaftsprojekten

Ein Porträt eines Mannes mit langen Haaren und einem ernsten Gesichtsausdruck und einer Frau mit einem sanften Gesichtsausdruck, die ein Kind hält, beide schauen direkt in die Kamera.

Ruhrgebiet feiert neue Kultursaison mit Theater, Fotografie und Gemeinschaftsprojekten

Eine neue Kultursaison startet im Ruhrgebiet – mit frischen Gesichtern und kreativen Projekten im Mittelpunkt. Thorsten Bihegue übernimmt als neuer Leiter das Junge Schauspielhaus in Bochum, während der bulgarische Fotograf Valery Poshtarov eine berührende Serie über Vater-Sohn-Beziehungen präsentiert. Gleichzeitig rücken lokale Künstler:innen und Gemeinschaftsinitiativen Geschichten von Widerstandskraft und Verbundenheit in den Vordergrund.

Thorsten Bihegue, ein Theatermacher aus Oberhausen, hat die Leitung des Jungen Schauspielhauses in Bochum übernommen. Er folgt auf Cathrin Rose und hat bereits seine erste Spielzeit in der neuen Position eröffnet.

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In der Fotografie hat Valery Poshtarov jahrelang durch Europa gereist, um Väter und ihre erwachsenen Söhne zu porträtieren, die sich an den Händen halten. Die Bilder erkunden Themen wie Intimität, generationenübergreifende Spannungen und sich wandelnde Vorstellungen von Männlichkeit. Gleichzeitig spiegeln sie die kulturelle Vielfalt des Kontinents wider. Die Serie erscheint am 1. Oktober als Buch und Ausstellung unter dem Titel "DortmUnderground 1978–1998".

Auch die Sängerin und Schauspielerin Larissa Sirah Herlen – bekannt unter ihrem Künstlernamen Lary – kehrt in ihre Heimatstadt Gelsenkirchen zurück. Sie steht in der Eröffnungsproduktion der diesjährigen Ruhrtriennale auf der Bühne, einem der wichtigsten Kunstfestivals der Region.

Gemeinschaftsprojekte setzen ebenfalls Akzente: Birgit, die fast vier Jahre obdachlos war, ist nach Aufenthalten in Notunterkünften nun in eine eigene Wohnung gezogen. In Castrop-Rauxel kickt eine Hobby-Fußballmannschaft seit über zwei Jahrzehnten zusammen – mit Spielern wie dem TV-Moderator Micky Beisenherz, der mit Können und Begeisterung auf dem Platz steht.

Seit sechs Jahren organisiert Thomas Koch Veranstaltungen, die den Dialog und aktives Zuhören fördern. Seine Reihe bringt Menschen zusammen und schafft Austausch über unterschiedliche Hintergründe hinweg.

In den kommenden Monaten werden diese Projekte Gestalt annehmen – von Bihegues Debütsaison in Bochum bis zur Ausstellungseröffnung Poshtarovs im Oktober. Initiativen wie Birgits neuer Lebensabschnitt und Kochs Dialogformate zeigen das anhaltende Engagement der Region für Kunst, Gemeinschaft und persönliche Geschichten. Das Ruhrgebiet bleibt ein Ort der Kreativität und Verbundenheit.

Quelle