Rentenreform: Union und SPD ringen um Zeitplan und Umsetzung vor 2025
Klaus-Dieter PohlRentenreform: Union und SPD ringen um Zeitplan und Umsetzung vor 2025
Die Spitzenvertreter der Union und der SPD kommen am kommenden Mittwoch zusammen, um den Zeitplan für die geplante große Rentenreform zu beraten. Die angestrebten Änderungen sollen das deutsche Rentensystem grundlegend umgestalten, doch zentrale Fragen sind noch ungeklärt.
Der CDU-Abgeordnete Pascal Reddig hat die Bundesregierung aufgefordert, vor der Sommerpause einen verbindlichen Fahrplan für die Reform festzulegen. Zudem soll seiner Forderung zufolge die notwendige Gesetzesvorlage noch über den Sommer erarbeitet werden. Reddig spricht sich dafür aus, alle Reformbausteine in einem umfassenden Paket zusammenzufassen, statt sie in mehreren Schritten umzusetzen.
Während die Union auf ein zügiges Vorgehen drängt, setzt sich die SPD für einen zurückhaltenderen Kurs ein. Streit gibt es weiterhin über konkrete Empfehlungen der Rentenkommission. Trotz dieser Differenzen ist das Ziel, die Gesetzentwürfe im Herbst im Bundestag zu beraten und noch vor Jahresende zu verabschieden.
Die Sitzung des Koalitionsausschusses am Mittwoch wird richtungsweisend sein, um den weiteren Prozess zu klären. Noch unentschieden ist, ob die Reform als Gesamtpaket oder in Etappen umgesetzt werden soll. Der Zeitplan bleibt ehrgeizig: Die finale Verabschiedung soll vor 2025 erfolgen.
