Deutschland stockt bei Wasserstoff: Thüga zeigt Lösungen für EU-Vorgaben auf
Pierre BaumDeutschland stockt bei Wasserstoff: Thüga zeigt Lösungen für EU-Vorgaben auf
Deutschland hinkt bei der Umsetzung der EU-Vorgaben zur Wasserstoffverteilung in nationales Recht hinterher. Diese Verzögerung bremst die Umstellung der Gasnetze und den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Die Thüga AG und vier Partnerunternehmen haben daher rechtlichen Rat eingeholt, um das Problem zu lösen.
Die Thüga AG, das zentrale Bindeglied des größten kommunalen Netzwerks von Energie- und Wasserversorgern in Deutschland, beauftragte die Essener Kanzlei Rosin Büdenbender Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit einer Prüfung der rechtlichen Hürden. Die auf Energierecht spezialisierte Sozietät erstellte ein Gutachten, das Wege aufzeigt, wie wasserstofftaugliche Investitionskosten im bestehenden regulatorischen Rahmen berücksichtigt werden können. Zudem betont das Gutachten, dass bereits kleine Anpassungen der aktuellen Gesetze den Übergang zu Wasserstoff beschleunigen könnten. Die Kanzlei identifizierte klare Wege, um die EU-Anforderungen zügig in deutsches Recht zu integrieren.
Die Ergebnisse wurden Vertretern von CDU, SPD, FDP sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz präsentiert. Die Thüga-Gruppe, die 2023 einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro erzielte, zählt zu den drei umsatzstärksten Energieversorgern Deutschlands.
Die vorgeschlagenen rechtlichen Lösungen zielen darauf ab, die stockende Umstellung der Gasnetze wieder in Gang zu bringen. Durch die Umsetzung dieser Änderungen könnte Deutschland die EU-Wasserstoffregeln einhalten. Gleichzeitig könnten die Anpassungen den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur im ganzen Land beschleunigen.
