Renten in Deutschland: Warum Netto oft viel niedriger ausfällt als erwartet
Susi DrubRenten in Deutschland: Warum Netto oft viel niedriger ausfällt als erwartet
Renten in Deutschland geraten zunehmend in die Kritik – Steuerzahler sorgen sich um ihre künftigen Einkünfte
Laut Deutscher Rentenversicherung lag die durchschnittliche monatliche Rente 2024 bei 1.154 Euro. Doch Steuern, Sozialabgaben und sich ändernde Freibeträge sorgen dafür, dass Rentner oft deutlich weniger erhalten als erwartet.
Die Steuerregeln entscheiden maßgeblich darüber, wie viel Netto am Ende übrig bleibt. Noch 2020 waren nur 20 Prozent der Rente steuerfrei – 80 Prozent unterlagen der Einkommensteuer. Dieser Freibetrag wird Jahr für Jahr gekürzt und fällt bis 2040 vollständig weg.
Ein Beispiel: Bei einer Bruttorente von 1.600 Euro monatlich bleiben nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung (insgesamt 10,95 Prozent) jährlich 13.258 Euro zu versteuerndes Einkommen. Nach weiteren Abzügen für Miete und Sonderausgaben verringert sich die Bemessungsgrundlage auf 13.120 Euro.
Neben der Rente profitieren alle Steuerzahler in Deutschland vom Grundfreibetrag. Dennoch machen sich viele Sorgen, wie sich die Abzüge auf ihr Nettoeinkommen im Ruhestand auswirken werden.
Die Komplexität des Systems verunsichert Rentner in ihrer finanziellen Planung. Da die Freibeträge bis 2040 komplett entfallen, drohen künftigen Rentnern höhere Steuerlasten. Bis dahin schmälern Versicherungsbeiträge und Abzüge weiterhin den Betrag, der ihnen monatlich tatsächlich ausgezahlt wird.






