15 May 2026, 14:23

Regierungsflotte scheitert an EU-Abgasnormen – Luxuswagen als Klimasünder

Eine Liniengrafik, die die CO2-Emissionen in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Regierungsflotte scheitert an EU-Abgasnormen – Luxuswagen als Klimasünder

Mehr als die Hälfte der offiziellen Dienstfahrzeuge der deutschen Regierung hält die EU-Abgasnormen nicht ein – das ergab ein neuer Bericht. Die Studie, bereits die 19. ihrer Art, zeigt nur geringe Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr. Sieben Bundesministerien erhielten Warnungen wegen besonders hoher Flottenemissionen.

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Die Analyse offenbart, dass 63 Prozent der untersuchten Fahrzeuge den EU-Durchschnittswert von 93,6 Gramm CO₂ pro Kilometer überschritten. Sieben von elf Ministern nutzten Dienstwagen, die mehr als 20 Gramm pro Kilometer über dem zulässigen Limit lagen. Besonders schlecht schnitten Luxusmarken wie BMW, Audi und Mercedes ab – ihre Modelle lagen im reinen Benzinbetrieb oft doppelt so hoch wie der EU-Richtwert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verzeichnete mit 292 Gramm pro Kilometer die höchsten Emissionen. Demgegenüber unterhielt die Partei Bündnis 90/Die Grünen die sauberste Flotte mit einem Durchschnitt von nur 85 Gramm pro Kilometer. Zwar machen Elektrofahrzeuge mittlerweile 57 Prozent des Regierungsfuhrparks aus, doch ihre Energieeffizienz variiert stark.

Insgesamt würde die gesamte Regierungsflotte ihr CO₂-Budget überschreiten, wenn keine Änderungen vorgenommen werden.

Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Reduzierung der Emissionen im offiziellen Fuhrpark. Trotz des Umstiegs auf Elektrofahrzeuge sind weiterhin viele Modelle mit hohem Ausstoß im Einsatz. Der Bericht fordert strengere Maßnahmen, um die Regierungsflotten mit den Klimazielen in Einklang zu bringen.

Quelle