27 April 2026, 18:18

Rechtsextreme greifen Journalisten in Schnellroda an – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einem Gruppenbild von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Atmosphäre.

Rechtsextreme greifen Journalisten in Schnellroda an – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

In Schnellroda in Ostdeutschland ist es Ende Januar bei einem Treffen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rechtsextremen Aktivisten und Journalisten gekommen. Reporter und Fotografen des Mediennetzwerks Recherche-Nord wurden bei ihrer Berichterstattung belästigt, eingeschüchtert und teilweise auch körperlich angegriffen.

Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahls eingeleitet. Rund 30 Rechtsextreme, darunter einige Vermummte, hatten sich gezielt gegen Medienvertreter bei der Veranstaltung gewandt. Unter ihnen befanden sich Mitglieder der Schweizer Gruppe Junge Tat, der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner sowie Vertreter der Jugendorganisation der AfD.

Besonders aggressiv zeigten sich zwei Männer: Manuel Corchia beschädigte das Objektiv einer Journalistin, während Tobias Lingg Fotografen mit Wasser besprühte. Trotz der Konfrontationen wurden keine Verletzungen gemeldet.

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Beide stehen bereits in wenigen Monaten in der Schweiz wegen einer Reihe weiterer Straftaten vor Gericht. Ihre Beteiligung an den Vorfällen in Schnellroda könnte nun zusätzlich das Interesse der Schweizer Staatsanwaltschaft wecken.

Die Zwischenfälle haben in Deutschland offizielle Polizeiermittlungen ausgelöst. Die Behörden prüfen Vorwürfe wegen Körperverletzung, verbaler Angriffe und Diebstahls gegen die Rechtsextremisten. Der Fall könnte zudem Auswirkungen auf laufende Gerichtsverfahren gegen Corchia und Lingg in der Schweiz haben.

Quelle