17 April 2026, 08:17

Privatinitiative rettet Schwimmbad-Lücke im Landkreis Fürth mit nachhaltigem Konzept

Großes Hallenbad mit zahlreichen Stühlen auf der rechten Seite, Pfählen auf der linken Seite und einem Gebäude mit Treppen, Geländern und Texttafeln im Hintergrund an der University of Texas at Austin.

Privatinitiative rettet Schwimmbad-Lücke im Landkreis Fürth mit nachhaltigem Konzept

Neues Schul- und Vereinsbad in Seukendorf soll Lücke im Landkreis Fürth schließen

In Seukendorf entsteht ein neues Schul- und Vereinsbad, das eine wachsende Versorgungslücke im Landkreis Fürth füllen soll. Da bereits drei von vier kommunalen Bädern in der Region geschlossen wurden, kommt das Projekt genau zum richtigen Zeitpunkt, um der Bevölkerung dringend benötigte Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Initiatorin ist die 45-jährige Seukendorferin Ann Emmrich-Böhm, die seit 2021 eine eigene Schwimmschule betreibt.

Emmrich-Böhm, die 2021 die Schwimmschule Swimmerfirst gründete, unterrichtet derzeit rund 80 Kinder pro Woche. Ihr neues Projekt entsteht auf einem 1.000 Quadratmeter großen Grundstück direkt neben der bestehenden Sporthalle des SV Seukendorf. Das Bad wird über ein 20 mal 8 Meter großes Hauptbecken verfügen sowie über ein kleineres Warmwasser-Therapiebecken für Senioren, Babys und Menschen mit Behinderungen.

Die Anlage wird energieeffizient betrieben: Sie wird an eine Biogasanlage in Horbach angebunden und mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Die Finanzierung des siebenstelligen Investitionsvolumens stammt aus Emmrich-Böhms Eigenkapital, Bankkrediten und möglichen Fördermitteln. Zudem plant sie eine Zusammenarbeit mit der Hebammenpraxis Wunderwerk Cadolzburg, um Babyschwimmkurse anzubieten.

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Das örtliche Landratsamt hat bereits Interesse signalisiert, das Bad für den Schulschwimmunterricht anzumieten. Emmrich-Böhm ist überzeugt, dass private Initiativen wie diese unverzichtbar sind, wenn öffentliche Einrichtungen an ihre Grenzen stoßen.

Nach der Fertigstellung wird das Bad Schulen, Vereinen und benachteiligten Gruppen in der Region zur Verfügung stehen. Durch sein nachhaltiges Konzept und das gemeinwohlorientierte Angebot soll es den Mangel an Schwimmstätten im Landkreis Fürth lindern. Das Projekt steht exemplarisch für einen wachsenden Trend, bei dem private Akteure dort einspringen, wo die öffentliche Hand nicht mehr ausreichend handeln kann.

Quelle