16 April 2026, 22:18

"Postkarten für den Iran": Wie 22 Fotograf:innen mit Kunst Solidarität zeigen

Eine Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, einige mit Brille, halten Fotos von Präsident Mahmoud Ahmadinejad während einer Demonstration in Tehran hoch.

"Postkarten für den Iran": Wie 22 Fotograf:innen mit Kunst Solidarität zeigen

Eine Gruppe von 22 Fotograf:innen hat die Aktion "Postkarten für den Iran" ins Leben gerufen – eine Kampagne, die mit dem Verkauf limitierter Postkarteneditionen Gelder für die iranische Bevölkerung sammelt. Der in Berlin ansässige Fotograf Lenny Rothenberg initiierte das Projekt, nachdem er den Bedarf an mehr Sichtbarkeit und Unterstützung erkannt hatte. Jeder Satz mit 44 Postkarten kostet 22 Euro, der gesamte Erlös kommt Bedürftigen zugute.

Die Idee entstand aus Rothenbergs Wunsch, die Kämpfe der Iraner:innen – insbesondere von Frauen und lokalen Journalist:innen – stärker in den Fokus zu rücken. Nach einer Anfrage an Kolleg:innen schlossen sich 21 weitere Fotograf:innen an, darunter Chiara Baluch, die jeweils zwei Motive zur Sammlung beisteuerten.

Bereits wenige Tage nach dem Start der Kampagne wurden über 100 Postkartensätze verkauft. Rothenberg strebt nun an, diese Zahl in den kommenden Wochen mindestens zu verdoppeln. Die Gelder werden mit Unterstützung der iranischen Sektion von Amnesty International verteilt, um sicherzustellen, dass sie bei den am stärksten Betroffenen ankommen.

Baluch, eine der beteiligten Fotografinnen, sieht in dem Projekt einen kleinen, aber bedeutungsvollen Schritt. Sie ist überzeugt, dass selbst bescheidene Initiativen eine größere Wirkung entfalten können – vor allem, wenn sie auf Bewusstseinsbildung und direkte Hilfe abzielen.

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Der unmittelbare Fokus der Kampagne liegt weiterhin auf dem Verkauf der Postkartensätze und der Beschaffung von Mitteln für iranische Frauen und Journalist:innen. Mit Amnesty International als Partner bei der Verteilung hoffen die Organisator:innen, dass das Projekt nicht nur finanzielle Unterstützung leistet, sondern auch die Aufmerksamkeit für die Lage nachhaltig aufrechterhält. Der gesamte Erlös aus den Verkäufen fließt direkt in den Zweck.

Quelle