Pistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Pistorius wirft Trump-Regierung gezielte NATO-Schwächung vor
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kritisiert Trump-Regierung für Schwächung der NATO
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat die US-Regierung unter Donald Trump scharf dafür kritisiert, das transatlantische Bündnis zu untergraben. Bei einer Diskussion über die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen Europa und Nordamerika verwies er auf jüngste amerikanische Alleingänge, die die Einheit der Allianz gefährdeten. Als zentrale Beispiele nannte Pistorius die territorialen Ansprüche auf Grönland sowie die Verhandlungen im Ukraine-Konflikt.
Pistorius betonte, die USA könnten in einer Welt aufstrebender Mächte nicht im Alleingang handeln. Die NATO, mit mehr als 30 Mitgliedsstaaten, verleihe Amerika durch kollektive Verteidigung erst seine Stärke. Ohne diese Partnerschaft, warnte er, würden globale Herausforderungen deutlich schwerer zu bewältigen sein.
Besonders kritisch äußerte sich der Minister zu den Forderungen der Trump-Administration nach Kontrolle über Grönland. US-Vertreter hatten die Insel als "absolute Notwendigkeit" für die nationale Sicherheit bezeichnet und Dänemarks Fähigkeit infrage gestellt, sie ausreichend zu schützen. Trotz klarer historischer Belege – darunter der Kieler Frieden von 1814 und ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 1933 – bestritt die US-Regierung fälschlicherweise schriftliche Nachweise der dänischen Souveränität. Zur Debatte standen unter anderem die Wiederaufnahme eines Kaufversuchs aus dem Jahr 2019, Neuverhandlungen des Grönland-Vertrags von 1951 sowie der Druck auf NATO-Ebene für die Stationierung US-amerikanischer Militärbasen.
Auch die Haltung Washingtons im Ukraine-Konflikt zog Pistorius in Zweifel. Einseitige Schritte wie diese, so seine Warnung, riskierten das Vertrauen innerhalb des Bündnisses zu beschädigen und stärkten gleichzeitig die Gegner. Seine Aussagen spiegeln eine grundsätzliche Sorge wider: Die NATO müsse die Interessen Europas ebenso vertreten wie die der USA.
Die Äußerungen des deutschen Ministers unterstreichen die wachsenden Spannungen über die künftige Ausrichtung der NATO. Die Fokussierung auf Grönland und die Ukraine steht dabei exemplarisch für eine breitere Verunsicherung über die US-Politik unter Trump. Angesichts verschobener geopolitischer Prioritäten steht das Bündnis nun vor der Aufgabe, seine gemeinsamen Verpflichtungen neu zu bekräftigen.
Pistorius outlines NATO tensions at Munich Security Conference
German Defense Minister Boris Pistorius detailed his concerns over US actions undermining NATO at the Munich Security Conference, with additional statements in the Bundestag:
- On Saturday, he criticized US unilateralism, stating: 'Questioning the sovereignty of a NATO member... excludes European allies from critical negotiations... All this harms our alliance.'
- In the Bundestag, he affirmed Germany's support for Greenland and Denmark against US claims, declaring: 'We stand clearly on the side of Greenland and Denmark.'





