Philipp Lahm in Hall of Fame aufgenommen – und bleibt dem Breitensport treu
Klaus-Dieter PohlLahm wünscht sich Olympische Spiele in Deutschland - Philipp Lahm in Hall of Fame aufgenommen – und bleibt dem Breitensport treu
Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalkapitän Philipp Lahm ist in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen worden. Die Ehrung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem er sich weiterhin im Breitensport engagiert – als Trainer in einem Münchner Verein. Gleichzeitig gewinnt die Debatte über eine mögliche Olympische Bewerbung Bayerns an Fahrt, wobei Lahm seine Unterstützung für das Vorhaben bekundet.
Im Mittelpunkt steht dabei auch das Thema sportliche Gemeinschaft und Zusammenhalt. Lahm betont die Rolle der Vereine, die Menschen auf allen Ebenen – ob im Spitzensport oder im Amateurbereich – zusammenbringen.
Philipp Lahms Verbindung zum Sport begann früh, geprägt durch das Engagement seiner Eltern im Vereinsleben. Sie vermittelten ihm die Werte von Gemeinschaft und ehrenamtlicher Arbeit, Prinzipien, für die er sich noch heute einsetzt. Obwohl er selbst eine Karriere auf höchstem Niveau durchlief, trainiert er nun als Co-Trainer bei der Freien Turnerschaft Gern, einem Münchner Verein fernab des Profisports.
Seine jüngste Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports steht im Einklang mit den Werten, für die er seit Langem eintritt. Lahm bezeichnete die Auszeichnung als Spiegel der Ideale, für die er steht: Teamgeist, Einsatzbereitschaft und die Kraft des Sports, Menschen zu verbinden. Über seine eigenen Erfolge hinaus bleibt er ein leidenschaftlicher Förderer aller deutschen Athlet:innen und nennt sich selbst einen "Sportfanatiker".
Auch die Diskussion über große Sportereignisse in Bayern ist wieder aufgeflammt. Der Münchner Stadtrat stimmte kürzlich für eine Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031 – ein Schritt, der als mögliche Vorstufe für eine Olympische Bewerbung gilt. Zwar hat die bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch keine offiziellen Aussagen zu Olympischen Spielen getroffen, doch traf sich Söder mit Löwen-Präsident Gernot Mang, um über Stadionerweiterungen und flexiblere Fördermittel für Sportverbände zu sprechen. Lahm begrüßte die positive Entscheidung des Stadtrats und betonte, dass solche Veranstaltungen dieselbe globale Verbundenheit auch im kleineren, lokalen Rahmen stiften könnten.
Trotz seiner prominenten Vergangenheit liegt Lahms Fokus weiterhin auf der Basis. Wiederholt hat er die Bedeutung von Ehrenamtlichen in Vereinen hervorgehoben und gefordert, ihnen mehr Anerkennung und Unterstützung zukommen zu lassen. Für ihn kann der olympische Gedanke – Menschen zusammenzubringen – im Breitensport genauso lebendig sein wie auf der Weltbühne.
Lahms Aufnahme in die Hall of Fame fällt zusammen mit den laufenden Diskussionen über Bayerns sportliche Ambitionen. Zwar gibt es noch keine konkreten Olympische Pläne der Landesregierung, doch Münchens Bewerbung um die Leichtathletik-WM deutet auf wachsendes Interesse hin. Gleichzeitig unterstreicht Lahms Engagement in einem lokalen Verein seinen Glauben an die Kraft des Sports, Menschen zu verbinden – unabhängig von der Größe der Bühne.
Der ehemalige Fußballer setzt sich weiterhin für Ehrenamtliche und Vereinsarbeit ein und lenkt den Blick auf die gesellschaftliche Wirkung des Sports jenseits des Spitzensports.






