NRW im Umbruch: CDU stürzt ab – AfD und Grüne legen dramatisch zu
Nordrhein-Westfalens politische Landschaft im Umbruch: CDU von Kanzler Hendrik Wüst verliert stark an Zustimmung
In Nordrhein-Westfalen verschiebt sich die politische Landschaft, während die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst einen deutlichen Rückgang in der Wählergunst verzeichnet. Die Partei kommt nur noch auf 32 Prozent – ein Rückgang um drei Punkte seit Februar. Gleichzeitig verschieben sich die Prioritäten der Wähler: Infrastruktur und Verkehr stehen nun ganz oben auf der Agenda.
Die wirtschaftliche Stimmung im Land ist aus Sicht vieler Bürger düster. Nur noch 22 Prozent bewerten die Lage als „sehr gut“ oder „gut“ – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Sorge um den Arbeitsplatz wächst: 16 Prozent der Beschäftigten fürchten nun um ihren Job, sechs Punkte mehr als 2023.
Doch nicht nur die CDU hat Probleme: Die SPD unter Jochen Ott liegt bei nur noch 17 Prozent und rutscht damit in die Nähe ihres historisch niedrigen Niveaus in jüngeren NRW-Trends. Die Grünen hingegen legen zu und kommen auf 15 Prozent – ein Plus von zwei Punkten.
Die rechtspopulistische AfD verzeichnet ebenfalls Zuwächse und erreicht 17 Prozent, womit sie gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft im Land liegt. Die FDP überspringt mit fünf Prozent erstmals seit April 2024 die Fünf-Prozent-Hürde, während die Linke stabil bei sechs Prozent bleibt. Auch Wüsts persönliche Beliebtheit leidet: 42 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 40 Prozent unzufrieden.
Die Unzufriedenheit der Bürger beschränkt sich nicht auf die Parteien. Nur noch 42 Prozent bewerten die Arbeit der Landesregierung als gut – ein deutlicher Rückgang seit Februar. Steigende Kosten belasten zudem den Alltag: Jeder vierte Einwohner ändert wegen der Ausgaben seine Reisepläne.
Der Absturz der CDU auf 32 Prozent spiegelt eine breitere Unzufriedenheit in Nordrhein-Westfalen wider. Wirtschaftliche Sorgen, Arbeitsplatzängste und Kritik an der Regierungsarbeit prägen die Stimmung. Infrastruktur und Verkehr haben Migration als drängendstes Problem des Landes abgelöst.
