Nagarro wächst auf 999,3 Mio. Euro – doch die Aktie bleibt unter Druck
Nagarro veröffentlicht vorläufige Finanzzahlen für 2025 – Umsatz steigt auf 999,3 Millionen Euro
Nagarro hat seine vorläufigen Finanzzahlen für das Jahr 2025 vorgelegt und dabei einen Umsatzanstieg auf 999,3 Millionen Euro bekannt gegeben. Gleichzeitig gab das Unternehmen eine Prognose für 2026 ab, die trotz jüngster Kursrückgänge am Aktienmarkt weiteres Wachstum erwartet. Eine unabhängige Untersuchung der Geschäftsaktivitäten ergab keine Hinweise auf Fehlverhalten oder Betrug.
Der Umsatz des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 2,8 % auf 999,3 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus sogar 6,1 %. Allerdings sank das bereinigte EBITDA von 147,5 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 138,2 Millionen Euro, während die Marge von 15,2 % auf 13,8 % zurückging. Dennoch lag der Wert noch innerhalb der zuvor prognostizierten Spanne von 13,5 % bis 14,5 %.
Ein Lichtblick war die Bruttogewinnmarge, die sich von 30,4 % auf 32,2 % verbesserte. Nagarro rechnet damit, dass diese Marge 2026 bei etwa 32 % stabil bleiben wird. Für das kommende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 1,0 und 1,06 Milliarden Euro, was einem Wachstum von rund 5 % entspricht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich 2026 leicht erholen und zwischen 14,5 % und 15,5 % liegen.
Die Veröffentlichung der Zahlen fiel mit dem Abschluss einer unabhängigen Prüfung zusammen, die Nagarro von jedem Fehlverhalten entlastete. Als Reaktion darauf hat das Unternehmen seine Compliance-Strukturen gestärkt und KPMG als neuen Wirtschaftsprüfer beauftragt. Dennoch verzeichnete die Aktie in verschiedenen Zeiträumen deutliche Rückgänge – darunter Minus 21,44 %, 37,14 % und 45,87 % –, bevor sie zuletzt leicht um 0,39 % zulegte.
Die Ergebnisse für 2025 zeigen bei Nagarro ein stetiges Umsatzwachstum, allerdings bei rückläufigen Gewinnmargen. Die Prognosen für 2026 deuten auf eine Erholung der EBITDA-Leistung hin, wobei der Umsatz voraussichtlich die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten wird. Gleichzeitig bleibt der Aktienkurs unter Druck – ein Spiegel der Markt Reaktionen auf frühere Schwankungen und die jüngsten Änderungen in der Unternehmensführung.






