26 April 2026, 18:17

Mysteriöse Drohnen legen Flughafen München lahm – Experten fordern schärfere Regeln

Weißer Drohne hängt von der Decke einer Halle an Metallstangen und Ketten, mit mehreren daran befestigten Flaggen.

Experten fordern Kennzeichnungsanforderung für Drohnen - Mysteriöse Drohnen legen Flughafen München lahm – Experten fordern schärfere Regeln

Unbekannte Drohnen sorgen für wiederholte Störungen am Flughafen München

In den vergangenen Tagen haben Drohnen unbekannter Herkunft am Flughafen München mehrfach für Behinderungen gesorgt. Die Vorfälle ereigneten sich am Donnerstagabend und erneut am Freitag – nur eine Woche nach ähnlichen Sichtungen über Schleswig-Holstein. Luftfahrtexperten warnen nun vor den wachsenden Risiken durch nicht genehmigte Drohnenflüge in der Nähe von Flughäfen.

Die jüngsten Drohnensichtungen führten zu vorübergehenden Unterbrechungen des Flugbetriebs. Gerald Wissel, Vorsitzender des Europäischen Verbands für unbemannte Luftfahrt, wies auf die akuten Gefahren hin, darunter mögliche Störungen von Starts und Landungen. Er warnte, dass häufige drohnenbedingte Zwischenfälle langfristig auch die Reisepläne von Passagieren beeinträchtigen könnten.

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Wissel schlägt als Lösung ein "virtuelles Zaunsystem" für alle Flughäfen vor, um Drohnen am Eindringen in gesperrten Luftraum zu hindern. Nach den aktuellen Luftverkehrsbestimmungen obliegt es den Flughäfen selbst, solche Schutzmaßnahmen umzusetzen. Neben technischen Barrieren forderte er zudem strengere Regeln, etwa eine Pflichtkennzeichnung aller Drohnen, um legal betriebene Geräte lückenlos erfassen zu können.

Trotz der jüngsten Vorfälle rechnet Wissel während der anstehenden Herbstferien nicht mit größeren Reiseverzögerungen. Gleichzeitig betonte er, dass ohne wirksamere Sicherheitsvorkehrungen das Risiko weiterer Störungen bestehen bleibe.

Die wiederholten Drohnensichtungen erhöhen den Druck auf die Behörden, die Sicherheit rund um Flughäfen zu verschärfen. Forderungen nach einer Drohnenregistrierungspflicht und virtuellen Sperrzonen zielen darauf ab, künftige Beeinträchtigungen des Flugbetriebs zu verhindern. Derzeit läuft der Betrieb zwar normal weiter, doch die Verantwortlichen beobachten die Lage genau.

Quelle