26 April 2026, 20:17

Karin Bergmann setzt auf Kontinuität und neue Akzente bei den Salzburger Festspielen

Buntes Festivalplakat in Brasilien mit Brücke, Wasser, Hügeln, Feuerwerk und Text.

Karin Bergmann setzt auf Kontinuität und neue Akzente bei den Salzburger Festspielen

Karin Bergmann leitet nun die Salzburger Festspiele – nach den Fehlern ihres Vorgängers, die zu ihrer Berufung führten. Sie hat deutlich gemacht, dass sie Schlüsselfiguren des bisherigen Teams halten will, gleichzeitig aber neue Akzente setzen möchte. Zu ihren Prioritäten gehört die weitere Unterstützung des umstrittenen Dirigenten Teodor Currentzis, trotz seiner Verbindungen nach Russland.

Bergmann hat Currentzis wiederholt in Schutz genommen und ihn als unverzichtbaren Teil der Zukunft der Festspiele bezeichnet. Der Dirigent, bekannt für seine Arbeit mit dem Ensemble "Hinterhäuser", nahm nach der Annexion der Krim freiwillig die russische Staatsbürgerschaft an. Seine Projekte werden weiterhin von Unternehmen wie Gazprom und der VTB-Bank finanziert, die beide mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung gebracht werden.

Sie argumentiert zudem, dass Musik in schwierigen Zeiten als Brücke wirken müsse. Diese Haltung erstreckt sich auch auf die Sopranistin Anna Netrebko, die seit Jahren nicht mehr in Russland aufgetreten ist, aber ihren Wurzeln verbunden bleibt. Bergmann besteht darauf, dass die Hintergründe beider Künstler mit Verständnis betrachtet werden sollten.

Statt mit der Vergangenheit komplett zu brechen, plant Bergmann, große Teile des Teams ihres Vorgängers zu übernehmen. Ihr Ansatz beschreibt sie als "Vergolden der Vergangenheit" – Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig eigene Visionen einzubringen. Die Anhörungen zur Suche nach einer dauerhaften Nachfolgerin sind bereits für September angesetzt.

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Unter Bergmanns Führung werden die Festspiele Kontinuität und Wandel vereinen. Currentzis und Netrebko bleiben zentrale Figuren – trotz ihrer Russland-Bezüge. Die Anhörungen im September werden entscheiden, wer die Leitung übernimmt und damit die weitere Entwicklung des Festivals prägt.

Quelle