19 March 2026, 20:17

Merz attackiert Weber: CDU-Spitze zerrissen über Rechtsextreme und Migrationspolitik

Eine 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die ihre politischen Teilungen zeigt, auf Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Merz attackiert Weber: CDU-Spitze zerrissen über Rechtsextreme und Migrationspolitik

In der deutschen konservativen Union sind die Spannungen wegen der Migrationspolitik und der Zusammenarbeit mit rechtsextremen Gruppen eskaliert. Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, hat den EVP-Chef Manfred Weber öffentlich für angebliche Absprachen mit rechtspopulistischen Fraktionen im Europäischen Parlament scharf kritisiert. Der Streit kommt zu einer Zeit, in der die wachsende Unterstützung für die AfD bei Kommunalwahlen die langjährige "Brandmauer" gegen Kooperationen mit der extremen Rechten ins Wanken bringt.

Auslöser des Konflikts waren Berichte, wonach EVP-Abgeordnete bei der Migrationspolitik mit rechtsextremen Europaabgeordneten zusammengearbeitet haben sollen. Merz forderte einen sofortigen Stopp solcher Initiativen und warnte vor möglichen Konsequenzen. Seine Reaktion spiegelt eine breitere Verunsicherung in der CDU/CSU wider, die seit fünf Jahren eine strikte Nicht-Zusammenarbeit mit extremistischen Kräften vertritt.

Bei den jüngsten Wahlen in Bayern und Hessen konnte die AfD ihre Unterstützung verdoppeln, was den Druck auf die etablierten Parteien erhöht. Diese Entwicklung hat bereits dazu geführt, dass immer mehr Kommunen die "Brandmauer"-Politik aufgeben und Regierungsbündnisse mit der extremen Rechten eingehen. Unterdessen drohte die SPD, jede EU-Resolution zur Migration zu blockieren oder abzuschwächen, und warf der Union vor, sich linken Forderungen zu beugen.

Der schwedische Demokraten-Europaabgeordnete Charlie Weimers kritisierte Berlins Widerstand gegen eine Zusammenarbeit und argumentierte, "Europa kann nicht länger von dieser Brandmauer-Logik Geisel genommen werden". Die Ablehnung verschärfter Abschieberegeln zeigt zudem weitere Risse im Konsens gegen Rechtsextreme.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Migrations- und Bündnispolitik der EU. Angesichts des wachsenden Einflusses der AfD steht die CDU/CSU vor der schwierigen Entscheidung, entweder an ihren Prinzipien festzuhalten oder sich den veränderten Machtverhältnissen anzupassen. Das Ergebnis könnte Deutschlands Umgang mit rechtsextremen Kooperationen in den kommenden Jahren neu prägen.

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