19 March 2026, 10:31

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte fürchten EU-Förderkürzungen ab 2028

Eine Plakatkarte der Vereinigten Staaten zeigt den Prozentsatz von Bauernmärkten, die SNAP-Gelder im Jahr 2013 akzeptieren, nach Counties.

Backhaus: Ländliche Gebiete dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte fürchten EU-Förderkürzungen ab 2028

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich durch geplante Kürzungen der EU-Fördergelder mit massiven finanziellen Risiken konfrontiert. Der Agrarminister des Landes, Till Backhaus, warnte, dass nach 2028 jährliche Subventionen in Höhe von über 160 Millionen Euro wegfallen könnten. Rechtliche Unsicherheiten und verschärfte Düngeregeln verschärfen zusätzlich den Druck auf mehr als 1.000 Betriebe in der Region.

Die geplanten Kürzungen ergeben sich aus vorgesehenen Obergrenzen und einer degressiven Stafflung für größere Landwirtschaftsbetriebe. Diese Änderungen würden Mecklenburg-Vorpommern besonders hart treffen, betonte Backhaus – dabei kämpften die Höfe bereits jetzt unter den bestehenden Bedingungen.

Auf der jüngsten Agrarministerkonferenz wurden auch strengere Düngevorschriften thematisiert. Gerichtsurteile zu nitratbelasteten Gebieten haben bei Landwirten Verunsicherung über die Einhaltung der Vorgaben ausgelöst und die finanzielle Belastung weiter erhöht.

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bleibt das zentrale Instrument der EU für die ländliche Entwicklung. Backhaus kritisierte jedoch, dass es keine klaren Alternativpläne für die Förderung nach 2028 gebe. Ohne Lösungen drohe dem Agrarsektor der Region der Verlust von Hunderten Millionen Euro an dringend benötigten EU-Hilfen.

In verwandten Debatten ging es zudem um mehr Transparenz bei der Verteilung von Subventionen sowie um Handelskonflikte mit Australien wegen EU-Agrarzahlungen. Bisher liegen jedoch keine konkreten Vorschläge vor, um die gefährdeten Mittel zu ersetzen.

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Sollten die Kürzungen wie geplant umgesetzt werden, wären über 1.000 Betriebe in der Region betroffen. Ein Wegfall von 160 Millionen Euro jährlich würde viele zwingen, ihre Produktion einzuschränken oder ganz aufzugeben. Gleichzeitig sorgen ungelöste rechtliche und regulatorische Herausforderungen für weitere Unsicherheit über die Zukunft der Landwirte.

Quelle