19 March 2026, 12:21

Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch lokale Kultsymbole – doch nicht alle dürfen leuchten

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die auf der Straße mit Musikinstrumenten spielen, während sie durch eine Straße mit Gebäuden gehen, einige halten Fahnen, mit einem Hügel und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch lokale Kultsymbole – doch nicht alle dürfen leuchten

Mehrere bayerische Städte haben herkömmliche Fußgängerampeln durch lokale Kultursymbole ersetzt. Die Initiative soll regionalen Stolz zum Ausdruck bringen – doch nicht alle Projekte stoßen auf offizielle Unterstützung. Manche Entwürfe sind bei den Behörden auf Widerstand gestoßen, vor allem wegen Bedenken zur Verkehrssicherheit.

Nürnberg machte den Anfang und installierte Ampeln mit Albrecht Dürers "Feldhasen" – ohne vorher die Zustimmung der Regionalbehörden einzuholen. Die Stadt betreibt sie nun in Eigenregie und übernimmt die volle Verantwortung für ihren Einsatz. Hof hingegen führte eine Ampel mit dem beliebten Würstchenverkäufer "Wärschtlamo" ein. Zwar wurde das Projekt zunächst wegen Befürchtungen zur Verkehrssicherheit abgelehnt, später erhielt es jedoch lokale Genehmigung.

Auch andere Städte zogen mit eigenen Designs nach. München verfügt mittlerweile über drei Ampeln mit "Pumuckl", Straubing zeigt "Bruder Straubinger". In Dachau leuchten Figuren in traditioneller bayerischer "Tracht", und Deggendorf präsentiert eine Frau, die Knödel wirft. Die "Kasperl"-Ampel in Augsburg erforderte sogar eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben – ein Beispiel für die unterschiedlichen Reaktionen der Behörden.

Trotz des wachsenden Trends bleibt das bayerische Innenministerium ablehnend. Die Beamten argumentieren, dass standardisierte Designs für Klarheit und Sicherheit unverzichtbar seien, und warnen vor zu kreativen Abwandlungen.

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Die Nachfrage nach thematischen Ampeln findet jedoch weiterhin Rückhalt in der Bevölkerung und motiviert weitere Städte, lokale Symbole zu übernehmen. Da es jedoch keine einheitlichen Bewertungskriterien der Landesregierungen gibt, bleibt die Genehmigungspraxis uneinheitlich. Die Diskussion zwischen kultureller Selbstinszenierung und Verkehrssicherheit wird voraussichtlich anhalten.

Quelle