Lokaljournalismus in der Krise: Warum er jetzt dringend gerettet werden muss
Pierre BaumLokaljournalismus in der Krise: Warum er jetzt dringend gerettet werden muss
Der Medienmanager Schmiege hat die zentrale Bedeutung des Lokaljournalismus für die Demokratie betont. Er bezeichnete ihn als unverzichtbare Infrastruktur und nicht als Luxusgut – und warnte, dass sein Überleben dringendes Handeln erfordert.
In seiner Rede skizzierte Schmiege die Herausforderungen, vor denen lokale Medien stehen: sinkende Werbeeinnahmen, sich wandelnde Nutzungsgewohnheiten des Publikums und steigende Produktionskosten. Die bisherigen regulatorischen und wirtschaftlichen Schutzmechanismen für den Lokalfunk seien im digitalen Zeitalter nicht mehr zeitgemäß, so Schmiege.
Um die Zukunft zu sichern, forderte er einen Schutzschirm für den Lokaljournalismus. Gleichzeitig plädierte er für mehr unternehmerischen Mut innerhalb der Medienhäuser. Diese müssten eine Pioniermentalität entwickeln und sich auf vier zentrale Handlungsfelder konzentrieren: Auffindbarkeit, Zusammenarbeit, Innovation und neue Finanzierungsmodelle.
Künstliche Intelligenz spielte in seiner Vision eine zentrale Rolle. Schmiege betonte, dass KI als Game-Changer fungieren und ein mächtiges Werkzeug sein könne, um lokale Medien zu stärken.
Seine Vorschläge zielen darauf ab, den Lokaljournalismus gegen aktuelle Bedrohungen zu wappnen. Mit angepassten Regularien, finanzieller Unterstützung und technologischem Fortschritt könnte sein Fortbestand als Säule der demokratischen Gesellschaft gesichert werden. Der Appell gilt vor allem mutiger Führung und pragmatischen Lösungen.
