Lichtverschmutzung und langjähriger Einsatz: BN Ottobeuren ehrt Mitglieder und warnt vor nächtlicher Beleuchtung
Pierre BaumLichtverschmutzung und langjähriger Einsatz: BN Ottobeuren ehrt Mitglieder und warnt vor nächtlicher Beleuchtung
Bund Naturschutz (BN) in Ottobeuren: Jahresversammlung mit Fokus auf Lichtverschmutzung und Ehrungen für langjährige Mitglieder
Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hat ihre jährliche Hauptversammlung in der Silachstube des Gasthofs Mohren abgehalten. Ein Höhepunkt des Abends war ein Vortrag zum Thema Lichtverschmutzung – ein zunehmend besorgniserregendes Problem, das sowohl die Natur als auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Zudem wurden langjährige Mitglieder für ihr Engagement gewürdigt.
Robert Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", referierte über die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung. Satellitenaufnahmen zeigen die Nachtseite der Erde übersät mit hell erleuchteten Stadtballungen und Küstenstreifen, während ärmere Regionen weitgehend im Dunkeln bleiben. Studien zufolge stört übermäßige nächtliche Beleuchtung Ökosysteme und schadet Wildtieren – entgegen der verbreiteten Annahme, mehr Licht erhöhe die Sicherheit. Tatsächlich ereignen sich die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen bei Tageslicht.
Im Rahmen der Versammlung wurden treue BN-Mitglieder geehrt, darunter solche mit über 40-jähriger Zugehörigkeit. Sie erhielten Urkunden und silberne Anstecknadeln als Zeichen der Anerkennung für ihr langjähriges Engagement. Besonders gewürdigt wurde Wendelin Schindele, der als "Architekt" des Kräutergartens gilt. Er erhielt ein Poster, einen Geschenkkorb vom Eine-Welt-Laden sowie eine kleine Aufmerksamkeit für seinen Kollegen Harald Mader.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie drängend das Problem der Lichtverschmutzung ist – sichtbar aus dem All und mit messbaren Folgen für die Natur. Gleichzeitig zeigte sie, wie sehr der BN Ottobeuren auf die Menschen setzt, die seit Jahrzehnten das Rückgrat der lokalen Naturschutzarbeit bilden.






