Ladesysteme für E-Autos im Test: Kein Hersteller überzeugt vollständig
Neue Studie untersucht Zuverlässigkeit von Ladesystemen für Elektroautos
Eine aktuelle Untersuchung hat die Zuverlässigkeit von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge bei zehn großen Automobilherstellern unter die Lupe genommen. Der von der EcoG veröffentlichte Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass keine der getesteten bordseitigen Lademanagement-Plattformen die Kundenerwartungen vollständig erfüllt. Zwar gab es Fortschritte, doch bestehen weiterhin Probleme – insbesondere bei der Stabilität und der Signalqualität.
Der "EcoG-Ladezuverlässigkeitsindex" bewertete Systeme von BMW, Ford, Geely, Hyundai, Lucid, Mercedes, SAIC, Stellantis, Tesla und Volkswagen. Die beste Plattform erreichte 76 von 100 möglichen Punkten, während das Schlusslicht nur auf 39 kam. Jörg Heuer, Geschäftsführer von EcoG, hob zwar Verbesserungen bei der Sicherheit hervor – so gab es keine gemeldeten Verletzungen im Zusammenhang mit Ladefehlern –, doch bleiben gravierende Mängel.
Bei drei der zehn getesteten Systeme führten wiederholte und abgebrochene Ladevorgänge zu Problemen. Solche Störungen können zu einer Tiefentladung der Batterie führen, was den Verschleiß beschleunigt und die Ladezeiten verlängert. Auch die 12-Volt-Starterbatterie erwies sich als Schwachstelle und löste häufig Fehlfunktionen aus.
Häufige Unterbrechungen durch Autorisierungszeitüberschreitungen waren ein weiteres Problem. Viele Systeme kämpften mit schlecht verwalteten Timeout-Protokollen, was die Nutzerfrustration zusätzlich steigerte. Trotz dieser Herausforderungen verzeichnet der Bericht im Vergleich zur ersten EcoG-Untersuchung Fortschritte bei Stabilität und Signalqualität.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Ladeinfrastruktur für E-Autos nach wie vor Zuverlässigkeitslücken bestehen. Zwar hat sich die Sicherheit verbessert, doch Probleme wie Batterieentladung und Autorisierungsfehler beeinträchtigen weiterhin die Leistung. Die Hersteller müssen diese Mängel beheben, um in künftigen Modellen die Erwartungen der Fahrer zu erfüllen.






