17 March 2026, 20:17

Kindergeld und Steuerfreibeträge: Was sich 2025 für Familien ändert

Offenes Buch mit handgeschriebener genealogischer Familiengeschichte einer deutschen Familie, gefüllt mit detaillierten Ahneninformationen.

Kindergeld und Steuerfreibeträge: Was sich 2025 für Familien ändert

Die deutsche Bundesregierung hat Änderungen bei Kindergeld und Steuerfreibeträgen ab 2025 angekündigt. Die Neuregelungen sollen Familien stärker finanziell entlasten, wobei einige ursprünglich geplante Vorhaben – wie die Abschaffung des Kindergelds zugunsten einer neuen Kindergrundsicherung – aufgrund politischer Verschiebungen fallen gelassen wurden.

Zu den Anpassungen gehören höhere monatliche Zahlungen, erweiterte Steuerentlastungen sowie zusätzliche Unterstützung für einkommensschwache Haushalte. Die Maßnahmen werden jedoch gleichzeitig zu Mindereinnahmen für den Staat in Milliardenhöhe führen.

Die erste Änderung tritt im Januar 2026 in Kraft: Das Kindergeld steigt von 255 auf 259 Euro pro Kind und Monat. Eltern müssen keinen Antrag stellen – die Erhöhung erfolgt automatisch. Zudem wird der Kinderzuschlag für Geringverdiener von 20 auf 25 Euro monatlich angehoben.

Auch bei den Steuern gibt es Anpassungen. 2026 erhöht sich der Grundfreibetrag um 312 Euro auf 12.096 Euro. Der Kinderfreibetrag klettert von 6.672 auf 6.828 Euro. Für 2027 ist eine weitere Anhebung um 252 Euro geplant, um die kalte Progression auszugleichen – also den Effekt, dass Inflation Steuerzahler in höhere Steuersätze drängt.

Die Maßnahmen werden den Bund 2025 voraussichtlich 7,2 Milliarden Euro kosten, wobei sich die Ausgaben in den Folgejahren auf bis zu 14,8 Milliarden Euro verdoppeln könnten. Die Länder müssen hingegen mit jährlichen Mindereinnahmen von etwa 5,4 Milliarden Euro rechnen. Der Bundesrat soll bis zum 31. Oktober über die endgültige Zustimmung abstimmen.

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Eine Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro wird durch die Änderungen etwa 306 Euro mehr pro Jahr erhalten. Die Neuregelungen folgen dem Scheitern der geplanten Kindergrundsicherung, die 2025 das Kindergeld ersetzen sollte, nach einer vorgezogenen Wahl aber verworfen wurde.

Mit den neuen Kindergeldzahlungen und Steueranpassungen erhalten Familien ab 2026 zusätzliche finanzielle Unterstützung. Geringverdiener profitieren von einem höheren Kinderzuschlag, während Steuerfreibeträge die Belastung für Eltern verringern. Nun muss die Regierung die Pläne finalisieren – die Entscheidung des Bundesrats steht Ende Oktober an.

Quelle