25 March 2026, 14:19

KI und Thermografie sollen Lithium-Batterie-Brände frühzeitig erkennen und verhindern

Ein weißes Hintergrundbild einer iqpower eco 60 Auto-Batterie mit einem Wasserzeichen in der linken oberen Ecke.

KI und Thermografie sollen Lithium-Batterie-Brände frühzeitig erkennen und verhindern

Die Elektroauto-Branche steht vor einer entscheidenden Sicherheitsherausforderung: Mit der zunehmenden Zahl von Bränden in Lithium-Ionen-Batterien wächst der Druck, Lösungen zu finden. Besonders gefährlich ist das sogenannte "thermische Durchgehen" – ein unkontrollierter Überhitzungsprozess, der oft mit kaum wahrnehmbaren Temperaturveränderungen beginnt. Unternehmen wie Raytron, ein führender Anbieter von Infrarot-Thermografie, setzen nun auf KI-gestützte Systeme, um Batterietemperaturen in Produktion, Logistik und Wartung frühzeitig zu überwachen und Katastrophen zu verhindern.

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Thermisches Durchgehen in Lithium-Batterien entsteht häufig durch minimale Temperaturschwankungen – erste Warnsignale, die sich rasant zu unkontrollierbaren Bränden ausweiten können. Herkömmliche Überwachungsmethoden erkennen diese subtilen Veränderungen oft zu spät. Raytrons neues System kombiniert künstliche Intelligenz mit hochpräzisen Thermografiekameras, um Muster in der Wärmeentwicklung zu analysieren und präventive Warnmeldungen auszugeben.

In der Produktion kommt die Thermografiekamera TN220 des Unternehmens zum Einsatz: Sie scannt Batteriezellen während des Schnellladens nach Hitzeanomalien, die auf Mikro-Kurzschlüsse oder fehlerhafte Schweißnähte hindeuten. In der Logistik überwachen rund um die Uhr arbeitende Wärmescanner Lagerbestände auf spontane Hotspots, um Brände im Keim zu ersticken. Im Kundendienst helfen tragbare Thermografiegeräte Technikern, überhitzte Zellen oder lockere Verbindungen zu lokalisieren – bevor aus kleinen Problemen große Schäden werden.

Doch die Thermografie leistet nicht nur in Produktion und Wartung wertvolle Dienste. Auch in der Forschung spielt sie eine zentrale Rolle: Ingenieure nutzen Wärmebildkameras, um Batterie-Thermomanagementsysteme (BTMS) und strukturelle Sicherheit zu testen. Indem sie analysieren, wie sich Hitze unter Belastung ausbreitet, optimieren sie Designs, um das Brandrisiko in künftigen Modellen zu minimieren.

Trotz des Potenzials der Technologie bleibt die Verbreitung noch begrenzt. Seit dem Marktstart im November 2025 hat kein weiterer Autohersteller öffentlich bekannt gegeben, Raytrons Lösung in seine Systeme zu integrieren.

Die Nachfrage nach fortschrittlichen Überwachungstools wächst mit dem Druck, Lithium-Ionen-Batterien sicherer zu machen. Raytrons KI-basierte Thermografie ermöglicht die Echtzeiterkennung von Temperaturanomalien – vom Fertigungsband bis in die Werkstatt. Ob sich die Branche flächendeckend für die Lösung entscheidet, hängt nun davon ab, ob sie ihr Versprechen hält: thermisches Durchgehen zuverlässig zu verhindern, bevor es zur Gefahr wird.

Quelle