26 March 2026, 02:21

Hensoldt wächst trotz steigender Verluste – dank Rüstungsboom und NATO-Aufträgen

Liniengraph, der die erhöhte Emission von Bankakzeptanz (BAA) in verschiedenen Branchen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Hensoldt wächst trotz steigender Verluste – dank Rüstungsboom und NATO-Aufträgen

Hensoldt verzeichnet starkes Wachstum – trotz steigender Verluste

Der Rüstungskonzern Hensoldt mit Sitz in Taufkirchen bei München hat für die ersten neun Monate des Jahres 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent auf 1,536 Milliarden Euro. Trotz dieses Zuwachses verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 48 Millionen Euro – ein Anstieg um 45,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Aktie des Unternehmens, die im MDax und TecDax notiert ist, hat seit Anfang 2024 deutlich an Wert gewonnen. Von etwa 11,60 Euro im Januar 2022 kletterte der Kurs bis Oktober 2025 auf über 117 Euro und zeigt damit einen deutlichen Aufwärtstrend.

Hensoldt ist in zwei Hauptgeschäftsbereichen aktiv: Sensors und Optronics. Der Bereich Sensors, der Radarsysteme für Militärfahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge herstellt, dominiert die Umsätze des Konzerns. Mit 1,31 Milliarden Euro erzielte er 85,7 Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Sparte Optronics konzentriert sich auf Zielfernrohre, Visiergeräte, Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras. Obwohl dieser Bereich kleiner ist, trägt er zur vielfältigen Produktpalette des Unternehmens bei.

Die Neuaufträge für die ersten neun Monate 2025 beliefen sich auf 2,017 Milliarden Euro – ein Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Auftragsbestand wuchs um 6,8 Prozent auf 7,096 Milliarden Euro. Eine Book-to-Bill-Ratio von 1,3 deutet auf ein starkes Potenzial für künftiges Umsatzwachstum hin.

Die erhöhten Militärausgaben Deutschlands haben maßgeblich zum Erfolg von Hensoldt beigetragen. Mit fast 48 Milliarden Euro für die Verteidigung im Jahr 2025 – davon 15 Milliarden für Munition, Drohnen und Luftabwehr – profitiert das Unternehmen von der gestiegenen Nachfrage nach Rüstungsgütern. Kooperationen im Rahmen der NATO, etwa mit Rheinmetall und Thales, haben die Auftragslage zusätzlich gestärkt. Bis 2029 soll der deutsche Verteidigungshaushalt auf 152 Milliarden Euro steigen, was der Branche langfristige Planungssicherheit gibt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Finanzzahlen von Hensoldt zeigen sowohl Wachstum als auch Herausforderungen. Umsatz und Auftragseingang sind deutlich gestiegen, angetrieben durch Rüstungsaufträge und eine starke Marktposition. Gleichzeitig hat sich der Nettoverlust vergrößert, was auf anhaltende Kostendrucke hindeutet.

Der starke Anstieg des Aktienkurses spiegelt das Vertrauen der Anleger wider, gestützt durch die militärische Aufrüstung Deutschlands und den gut gefüllten Auftragsbestand von Hensoldt. Mit anhaltenden Staatsausgaben und NATO-Partnerschaften bleibt das Unternehmen gut aufgestellt in der Rüstungsbranche.

Quelle