Gerüstbauer in Fürth erhalten bis zu 11,9 Prozent mehr Lohn bis 2026
Klaus-Dieter PohlGerüstbauer in Fürth erhalten bis zu 11,9 Prozent mehr Lohn bis 2026
Gerüstbauer in Fürth erhalten ab November deutliche Lohnerhöhungen
Ab diesem November steht den Gerüstbauern in Fürth eine erhebliche Gehaltserhöhung bevor. Der neue Tarifvertrag sieht zunächst eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent vor, mit weiteren Steigerungen in den kommenden zwei Jahren. Die Vereinbarung umfasst zudem höhere Ausbildungsvergütungen sowie eine branchenweite Anhebung des Mindestlohns.
Ab dem 1. November 2025 steigen die Löhne für Gerüstbauer in Fürth um 7,5 Prozent. Eine zusätzliche Erhöhung um 4,4 Prozent folgt am 1. Oktober 2026, sodass die Gehälter bis zum Herbst 2026 insgesamt um etwa 11,9 Prozent wachsen. Vollzeitbeschäftigte Gesellen mit Berufserfahrung werden dann monatlich rund 225 Euro mehr verdienen.
Auch die Ausbildungsvergütungen wurden im neuen Tarifvertrag angehoben. Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr erhalten künftig 1.125 Euro pro Monat, im zweiten Jahr steigt der Lohn auf 1.300 Euro und im dritten auf 1.550 Euro. Diese Änderungen treten im November 2025 in Kraft.
Der branchenweite Mindestlohn wird in den nächsten Jahren weiter steigen: Im Januar 2026 erreicht er 14,35 Euro pro Stunde, bevor er im Januar 2027 auf 14,90 Euro angehoben wird. Die Erhöhungen spiegeln die anspruchsvolle Natur der Gerüstbauarbeit wider, die oft in Höhen von über drei Metern und bei extremen Wetterbedingungen stattfindet.
Wie viele Gerüstbauer derzeit in Bayern beschäftigt sind, bleibt unklar. Zwar erheben Organisationen wie die BG BAU und die Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk solche Daten, aktuelle Zahlen wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Der Tarifabschluss bringt für die Gerüstbauer in Fürth spürbare finanzielle Verbesserungen. Sowohl Auszubildende als auch erfahrene Fachkräfte profitieren ab November von höheren Löhnen. Weitere Anpassungen des Mindestlohns sind für 2026 und 2027 geplant.






