Freising und Landshut entwickeln gemeinsame Strategien gegen Obdachlosigkeit
Susi DrubFreising und Landshut entwickeln gemeinsame Strategien gegen Obdachlosigkeit
Lokale Behörden aus Freising und Landshut haben kürzlich eine gemeinsame Fortbildung zum Thema Obdachlosigkeit veranstaltet. Bei dem Treffen kamen Vertreter der Landkreise zusammen, um praktische Lösungen zur Unterstützung gefährdeter Personen zu erörtern. Den Hauptvortrag hielt der Jurist Dr. Eugen Ehmann, ehemaliger Regierungspräsident von Unterfranken.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die konkreten Herausforderungen, mit denen Kommunen konfrontiert sind – zusammengestellt von der Arbeitsgemeinschaft Wohnen. Die Themen reichten von Zuständigkeitsfragen und der Zusammenarbeit zwischen Behörden bis hin zu Gebührenstrukturen in Notunterkünften. Die Teilnehmer beleuchteten zudem die Unterschiede zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Obdachlosigkeit sowie die besonderen Risiken, denen Kinder in prekären Wohnverhältnissen ausgesetzt sind.
Dr. Ehmann ging in seinem Vortrag auf zentrale Aspekte ein, darunter die Erstkontaktaufnahme mit obdachlosen Menschen, kommunale Verantwortlichkeiten und Verfahren zur Wiederunterbringung. Zudem sprach er über Kostenerstattungen, die Vermeidung von Zwangsräumungen und Mindeststandards in Unterkünften. Landrat Helmut Petz betonte die Notwendigkeit frühzeitiger Interventionen und einer engeren Zusammenarbeit mit sozialen Wohlfahrtsverbänden.
Beide Landkreise vereinbarten, ihre Kooperation zu intensivieren, Wissen auszutauschen und präventive Maßnahmen umzusetzen. Ziel ist es, Krisen bereits im Vorfeld zu entschärfen und gleichzeitig schnelle, wirksame Hilfe für Betroffene zu gewährleisten.
Die Veranstaltung unterstrich das Engagement von Freising und Landshut, die Unterstützung für Obdachlose zu verbessern. Durch den Fokus auf Prävention und abgestimmtes Handeln wollen die Landkreise ihre Reaktion auf Wohnungsnot weiter stärken. Konkrete Zahlen zur Obdachlosigkeit in Bayern für das Jahr 2024 wurden nicht genannt, doch bundesweite Schätzungen gehen von über einer Million Betroffener in ganz Deutschland aus.






